Abriss von denkmalgeschützten Häusern in Reykjavík Skip to content

Abriss von denkmalgeschützten Häusern in Reykjavík

Zwei Hausbesitzer in Reykjavík haben gegenüber dem Amt für Denkmalschutz Ansprüche geltend gemacht, weil sie in ihrem Besitz stehende geschützte Häuser nicht abreissen dürfen. Im einen Fall geht es um ein geschütztes Haus im Veghúsastíg, im anderen Fall um ein altes Haus in der Holtsgata, berichtet Fréttatíminn.

Pétur H. Ármannsson, Archiktekt und Abteilungsleiter beim Amt für Denkmalschutz, sagt, mit der Altstadt sei es vorbei, wenn Leute den Besitz eines alten Hauses in der Altstadt als grossen finanziellen Verlust betrachten würden, weil sie das Haus nicht abreissen und ein Hochhaus bauen dürften.

Im Jahr 2013 war ein Gesetz in Kraft getreten, welches alle Häuser, die älter als 100 Jahre sind, unter Denkmalschutz gestellt hat. Abreissen darf man ein solches Haus nur mit Genehmigung des Amtes für Denkmalschutz.

Im Veghúsastígur befindet sich ein Haus aus dem Jahr 1899, dieses denkmalgeschützte Haus soll nun dennoch abgerissen werden, weil es völlig heruntergekommen und von Schimmelpilzen durchsetzt ist. Ein Wiederaufbau des Hauses war in diesem Fall nicht möglich, da der Flächennutzungsplan bereits ein anderes Gebäude vorsieht.

Im gleichen Besitz befiindet sich ein weiteres denkmalgeschütztes Haus im Klapparstígur, welches abgerissen werden sollte. Dieses Haus darf nun stehen bleiben, nachdem sich Eigentümer und Behörde geeinigt haben. Die Eigentümer verlangen jedoch Schadensersatz wegen des finanziellen Verlustes, der sie getroffen habe.

Das Haus in der Holtsgata stammt aus dem Jahr 1904. Der Eigentümer bezeichnet es als Eingriff in das Besitzrecht, wenn Häuser unter Denkmalschutz gestellt werden, weil sie ein entsprechendes Alter erreicht haben. Für ihn habe das Haus keine kulturelle Bedeutung. Die Begründung des Amtes für Denkmalschutz, das Haus sei ein Bestandteil eines schönen Gesamtanblicks, nannte er eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes und eine Willkürentscheidung. Er plant, das Haus abzureissen und ein Mehrfamilienhaus auf dem Grundstück zu errichten. Seinen Schaden von 180 Mio. ISK will er vom Amt für Denkmalschutz ersetzt haben.

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

* indicates required

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter