90 Prozent der Küstenseeschwalben-Küken verhungern Skip to content

90 Prozent der Küstenseeschwalben-Küken verhungern

Laut Studien der Biologin und Doktorandin Freydís Vigfúsdóttir, sterben 90 Prozent der Küstenseeschwalben-Küken in den grossen Kolonien auf der Halbinsel Snaefellsnes in West-Island, die sich ausschliesslich von Sandaalen ernähren, hungers in ihren Nestern.

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Eiersammeln auf Grímsey. Foto: Páll Stefánsson.

Vigfúsdóttir möchte, dass die Isländer damit aufhören, Eier aus den Nestern der Küstenseeschwalben zu nehmen oder Papageientaucher und Trottellummen zu jagen, berichtet Morgunbladid.

„Grönland ist der einzige Platz auf der Welt mit vergleichbaren Küstenseeschwalben-Brutgebieten, und Untersuchungen haben gezeigt, dass das Eiersammeln in den Kolonien signifikant zur Verringerung der Bestände beigetragen hat, die hier stattgefunden hat“, erklärte sie. „Wir Isländer sollten daran denken, wenn wir an einem Küstenseeschwalben-Ei kauen.”

20 bis 30 Prozent des weltweiten Küstenseeschwalben-Bestands nisten in Island, ebenso wie rund 70 Prozent aller Tordalken, und Vigfúsdóttir meinte, die Isländer hätten ihre Aufgabe, diese Arten zu überwachen, nicht gut erledigt.

Die Brut der Küstenseeschwalben geht seit mehreren Jahren in Folge zurück. Vigfúsdóttir sagte, offizielle Angaben darüber gäbe es seit 2008, es existierten allerdings Anzeichen dafür, dass der Trend schon 2005 begonnen habe. Wenn die Entwicklung anhält, könnten manche Seevogelarten bald grossflächig von der Landkarte verschwunden sein.

In allen zwölf Brutgebieten der Küstenseeschwalben, die Vigfúsdóttir untersucht, sind die Tiere abhängig von Sandaalen, die den Küken als Nahrung dienen.

„Wir beobachteten, dass gegen Ende, bevor sie starben, die Eltern versuchten, ihre Küken mit Schmetterlingen zu füttern. Doch die enthalten nicht genügend Energie für die kleinen Vögelchen“, erklärte sie.

Hier lesen Sie mehr über die Situation der Meeresvögel in Island und hier eine andere Geschichte über die Küstenseeschwalbe.

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