40. Jahrestag des Vulkanausbruchs auf Heimaey Skip to content

40. Jahrestag des Vulkanausbruchs auf Heimaey

Gestern war der 40. Jahrestag des Vulkanausbruchs auf Heimaey, der einzigen bewohnten Insel der Inselgruppe Vestmannaeyjar (Westmänner-Inseln), der ganz unerwartet in der Nacht des 23. Januar 1973 begann.

westman_islands_psHeimaey. Foto: Páll Stefánsson.

Fast alle der rund 5.500 Einwohner wurden mit Fischerbooten evakuiert. Es ist beinah ein Wunder, dass nur ein Mensch starb.

Zuerst erhoben sich Lava-Fontänen aus einer 1.600 Meter langen Spalte, die sich von Norden nach Süden auf dem Südteil von Heimaey erstreckte, nur wenige Meter entfernt vom östlichsten Haus der Stadt.

Die Spalte verkleinerte sich nach und nach, so dass der Ausbruch auf die Gegend begrenzt wurde, wo der nun 200 Meter hohe Berg Eldfell steht.

Bevor der Ausbruch am 3. Juli 1973 endete, war etwa die Hälfte der Gebäude der Stadt unter Lava oder Asche begraben oder auf andere Weise zerstört worden.

Einige Menschen blieben während des Ausbruchs auf Heimaey, um zu helfen, zu retten, was zu retten war. Die Einwohner hatten große Angst, der Ausbruch könne den Hafen zerstören – von dem das Überleben der Stadt abhing.

Um diesen zu schützen, versuchten die Leute, das Heranfließen der Lava zu verlangsamen, indem man sie mit Meerwasser abkühlte. Nachdem sich der Versuch als erfolgreich herausgestellt hatte, wurden die Bemühungen durch den Einsatz leistungsstarker Pumpen verstärkt.

Ungefähr 6,2 Millionen Tonnen Wasser wurden auf die Lava gesprüht, 75 Leute waren dieser Rettungsaktion in Spitzenzeiten bei eingesetzt, die dabei oftmals ihr Leben aufs Spiel setzten.

Mehr als zwei Drittel der Bewohner von Heimaey zogen in den Monaten nach dem Ausbruch zurück, räumten schnell die Asche weg und bauten wieder auf. Allerdings gab es auch einige Leute, die nie zurückkehrten, und heute hat die Insel etwa 4.500 Einwohner.

Im Gedenken an den Ausbruch fanden gestern ein Festakt, ein Fackelzug und eine Feuerwerks-Show auf Heimaey statt. Noch festlicher wird es bei Goslokahátíð („Ende des Lavaflusses-Festival“), das jedes Jahr am ersten Juliwochenende gefeiert wird.

Ebenfalls anlässlich des 40. Jahrestags des Ausbruchs wird das Museum Eldheimar („Feuerwelten“) eingerichtet.

Eldheimar umfasst ein Haus, das im Rahmen des Projekts „Pompei des Nordens“ aus einer 15 Meter dicken Bimssteinschicht ausgegraben wurde.

Es gehörte Gerður G. Sigurðardóttir, die kürzlich ihr Haus erstmals wieder betreten konnte, nachdem sie es in der Ausbruchsnacht überstürzt verlassen musste, und die alles so vorfand, wie sie es in Erinnerung hatte.

Das Fortschreiten des Projekts „Pompei des Nordens“ kann mitverfolgt werden, auch wenn die offizielle Eröffnung des Museums erst für Sommer 2014 geplant ist.

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