Die Gesamtfläche der Naturperle Hverfjall im Mývatnssveit wächst durch Grenzverschiebung von drei Quadratkilometern auf 3,78 Quadratkilometer. Bei einer Überarbeitung des Naturschutzstatus sind die Grenzen des Gebietes weiter nach Osten und im Westen näher an den Krater gezogen worden, dabei landeten 0,78 zusätzliche Quadratkilometer im Schutzgebiet.
Islands Minister für Umwelt, Klima und Energie, Guðlaugur Þór Þórðarsson, hat heute den überarbeiteten Naturschutzvertrag mit seinen veränderten Grenzen unterzeichnet.
2500 Jahre alter Krater
Die Überarbeitung im Hinblick auf die Zukunft des Naturwunders hatte als Kooperationsprojekt von Landbesitzern im Mývatnssveit, der Umweltbehörde und des Ministeriums stattgefunden.
Hverfjall ist ein riesiger, kreisrunder Explosionskrater, der vor 2500 Jahren bei einer plinianischen Eruption in seichtem Wasser entstanden ist. Der Krater gilt als einzigartig, weil die Caldera genau so tief ist wie der Krater hoch. Hverfjall gehört zu den schönsten Kratern in Island und zu den grössten seiner Art auf der Erde.
Nachhaltige Nutzung
Umweltminister Guðlaugur Þór Þórðarsson sagte anlässlich der Unterzeichnung: „Dieses Projekt ist Teil des neuen Ansatzes, den ich im Naturschutz befürworte, bei dem es darum geht, den Zugang der Menschen vor Ort zu Naturschätzen in ihrer lokalen Umgebung zu verbessern. Meine Vision und die der Landbesitzer waren die gleichen, wir wollen sicherstellen, dass der Naturperle Hverfjall der Respekt entgegengebracht wird, den sie verdient. Die Überarbeitung der Naturschutzvereinbarung, die wir mit den Landbesitzern getroffen haben, garantiert deren Einbindung in den Schutz und die Bewirtschaftung des Gebiets und basiert darauf, dass die Landbesitzer das Schutzgebiet, seine Infrastruktur und Dienstleistungen so verwalten, dass Hverfjall auch in Zukunft ein wirtschaftlich nachhaltiges Touristenziel von höchster Qualität sein kann, wobei der Naturschutzwert des Gebiets weiterhin erhalten bleibt.“
Jedermannsrecht und WC-Zutritt
Mit der Vereinbarung soll sichergestellt werden, dass sich die gesamte Infrastrukturentwicklung und -verwaltung in dem Gebiet an den Zielen des Naturschutzes orientiert. Unter anderem geht es darum, dass in dem Gebiet, welches zuvor innerhalb des Naturschutzgebietes lag, und nach den neuen Verträgen ausserhalb, Besucher Zutritt zu den Toilettenanlagen haben, die von den Landbesitzern über die Besuchereinnahmen betrieben werden.
Das gleiche gilt für den Besucherparkplatz, der nach den neuen Grenzen jetzt ebenfalls ausserhalb des Schutzgebietes liegt. Alle Vertragspartner waren sich einig, dass am Hverfjall das Jedermannsrecht gilt, damit wird niemand am Betreten gehindert, ganz gleich, wie er an den Ort gelangt ist.
Hverfjall war im Jahr 2011 unter Naturschutz gestellt worden. Ein Ringweg führt den Besucher über den Kraterrang einmal um die Caldera herum. Von oben hat man eine gute Aussicht auf den Mývatn.
Im diesem Sommer ist neben dem Parkplatz ein kleines Servicezentrum mit Toiletten eröffnet worden, hier entrichtet man auch die WC-und Parkgebühr.






