Das Ministerium für Klima, Energie und Umwelt hat heute bekanntgegeben, dass der Naturschutzstatus von acht Regionen aufgehoben wurde. Dafür verantwortlich ist ein Formfehler im Parlament bei der Verabschiedung von Gesetzen auf der Grundlage des Energierahmenplans.
Formfehler im Alþingi
Der Oberste Gerichtshof war März zu dem Schluss gekommen, dass der Naturschutzstatus des Flusses Jökulsá á Fjöllum in Nordisland ungesetzlich ist. Als das Parlament Alþingi die Kraftwerksoptionen des isländischen Energierahmenplans in Schutzkategorien und Nutzungskategorien eingeteilt hatte, war vergessen worden, die Grenzen der jeweiligen Schutzgebiete zu festzulegen.
Der Wegfall des Naturschutzstatus der Jökulsá á Fjöllum und Gjástykki an der Krafla war schon nach dem Gerichtsurteil im März bekannt gegeben worden, heute folgten sechs weitere Naturschutzgebiete, die jetzt keine mehr sind.
Erneut durchs Parlament schicken
In einer Mitteilung des Ministeriums hiess es, dass diese Gebiete erneut das parlamentarische Verfahren durchlaufen müssten, damit die Grenzen festgelegt werden.
Der scheidende Minister für Klima, Energie und Umwelt, Guðlaugur Þór Þórðarson gab an, die Angelegenheit werde ganz einfach an die Projektleitung des Energierahmenplanes verwiesen, die die Kraftwerksoptionen erneut bewerte, damit das Parlament einen möglichen Naturschutzstatus dann legal verabschieden könne.
Die Gebiete waren allesamt vom linksgrünen Umweltminister der scheidenden Regierung unter Naturschutz gestellt worden. Alle bieten sie Energienutzungsmöglichkeiten oder sind für die touristische Nutzung interessant.
Folgende Gebiete haben ihren Naturschutzstatus verloren:
– Jökulsá á Fjöllum. Unter Naturschutz seit dem 10. August 2019.
– Geysir. Unter Naturschutz seit dem 19. März 2021. (Das Gebiet des Geysir ist seit dem 17. Juni 2020 als Naturdenkmal besonders geschützt)
– Kerlingarfjöll. Unter Naturschutz seit dem 19. März 2021. (die Kerlingarfjöll sind seit dem 10. August 2020 als Landschaftsschutzgebiet besonders geschützt)
– Brennisteinsfjöll. Unter Naturschutz seit dem 25. April 2020.
– Gjástykki. Unter Naturschutz seit dem 1. April 2020.
– Hólmsá. Unter Naturschutz seit dem 26. August 2021.
– Jökulfall und Hvítá. Unter Naturschutz seit dem 16. September 2021.
– Tungnaá. Unter Naturschutz seit dem 30. August 2021.
Auf dieser Karte kann man die Kraftwerksoptionen des Energierahmenplanes anklicken,






