Der Buchautor Salman Rushdie hat gestern den internationalen Halldór Laxness Literaturpreis in Reykjavík erhalten. Der Preis wurde bei einer Zeremonie im Háskólabío durch Premierminister Bjarni Benediktsson überreicht, berichtet mbl.is.
„Ich wollte schon sehr lange mal nach Island kommen,“ sagte Rushdie nach der Zeremonie, „ich bin daher froh, dass das endlich möglich war, und habe meinen Aufenthalt hier sehr genossen.“ Nach der Preisverleihung stand er in einem Interview Rede und Antwort und sprach über sein Leben und die Autorenkarriere.
Zum vierten Mal ist dieser mit 15.000 Euro dotierte Preis vergeben worden. Vor Salman Rushdie war der Halldór Laxness Literaturpreis an die Autoren Ian McEwan, Elif Shafak und Andrej Kúrkov vergeben worden. Der Preis ist nach dem isländischen Schriftsteller Halldór Laxness benannt, der im Jahr 1955 den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte – der einzige Isländer, der jemals einen Nobelpreis nach Haus brachte.
Rushdie hatte nach Publikation seines vierten Romans “Die satanischen Verse” im Jahr 1988 mehrere Todesdrohungen und Mordversuche erleben müssen. Die iranische Führung unter Ayatollah Khomeini hatte eine Fatwa, ein Todesurteil gegen den Autor erlassen.
Im Jahr 2022 war Rushdie in New York niedergestochen worden, bei dem Mordversuch verlor er ein Auge. Nach seiner Genesung schrieb er ein Buch über den Mordversuch, das den Titel „Knife. Gedanken nach einem Mordversuch“ trägt.







