Das Statistische Amt hat untersucht, wie die Menschen in Island ihre Zeit nutzen. Die meisten Isländer verbringen die längste Zeit des Tages mit Schlafen, berichtet RÚV. Auf den weiteren Plätzen liegen Fortbildung, Arbeit, sowie Reisen und Freizeitaktivitäten.
Schlaf an erster Stelle
In der Gruppe 18 Jahre und älter steht der Schlaf mit fast neun Stunden an erster Stelle, gefolgt von rund fünf Stunden für Bildung und Fortbildung, und für Reisen. Für Freizeitgestaltung – dazu zählt Fernsehen, Musik hören, Lesen und ähnliches – werden rund 3,3 Stunden pro Tag aufgewendet. Eigene Bedürfnisse und der Haushalt verbrauchen zwei bis drei Stunden, gesellschaftliche Aktivitäten gerade mal 1,2 Stunden pro Tag. Für andere Dinge geben die Menschen sich rund eine Stunde pro Tag.
Schaut man sich die Geschlechter getrennt an, verbringen Männer mit rund fünf Stunden pro Tag etwas mehr Zeit für Arbeit und Bildung, dafür sind Frauen aktiver in der Gesellschaft, die verbringen 96 Minuten pro Tag mit derlei Aktivitäten, bei Männern sind es nur 54 Minuten.
70 und älter: Haushalt braucht am längsten
In der Gruppe 30 bis 54 Jahre fällt auf, dass hier die geringste Zeit, unter einer Stunde, für gesellschaftliche Aktivitäten draufgeht. Immerhin ist das die Altersgruppe, die noch Kinder und Enkel zuhause hat.
Anders als die jüngere Generation verbringen Menschen über 70 ihre meiste Zeit des Tages mit Freizeitgestaltung und mit der Haushaltsführung, letztere ist mit 4,4 Stunden pro Tag fast doppelt so lang wie bei den 30-54 Jährigen. Die Teilnahme an gesellschaftlichen Aktivitäten nimmt in dieser Gruppe mit 0,1 Stunden die mit Abstand wenigste Zeit in Anspruch.
Tieferes Verständnis von Lebensqualität
Die Zeitstudie war im November 2023 durchgeführt worden. Befragt wurden 5000 in Island ansässige Menschen, von denen allerdings nur 878 eine brauchbare Antwort ablieferten.
Die Studie fand in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales und Arbeitsmarkt statt, das sich mit Gleichstellungsfragen befasst. Untersuchungen zu unbezahlter Haushalts- und Pflegetätigkeit hatten zuvor gezeigt, dass solche Arbeiten überwiegend von Frauen ausgeübt werden.
Auf der Webseite des Statistischen Amtes heisst es, Studien wie diese könnten zu einem besseren und tieferen Verständnis von Lebensqualität und Lebensbedingungen in der Gesellschaft führen.







