Allein in diesem November sind sechs Passanten angefahren worden, zwei von ihnen wurden schwer verletzt. Die Reykjavíker Verkehrspolizei findet die Entwicklung besorgniserregend und fordert alle Verkehrsteilnehmer auf, ihre Sichtbarkeit zu verbessern.
Unfallträchtiger November
Alljährlich werden in Island rund 27 Passanten im Strassenverkehr angefahren, das zeigen Statistiken seit 2020. In diesem Jahr sind bislang 26 solcher Unfälle der Polizei gemeldet worden. Der November sei bislang besonders übel verlaufen, erklärt Árni Friðleifsson, der Leiter der Reykjavíker Verkehrspolizei. „Es gab sechs Vorfälle, wo wir ausrücken mussten, weil ein Passant angefahren worden war, in zwei Fällen besonders schwer. Wir sind da wirklich besorgt.“
Auch gestern erwischte es einen Fussgänger auf dem Reykjavíker Langholtsvegur, der Mann musste nach dem Unfall ins Krankenhaus gebracht werden, berichtet RÚV.
Dunkelheit ist Unfallzeit
Wenn kein Schnee liegt, wie in den vergangenen Wochen, sind Fussgänger oder Radfahrer noch schlechter im Dunkeln zu erkennen. „Das ist dieses triste, graue Wetter. Fast alle Vorfälle haben sich zu der Tageszeit ereignet als es vollkommen dunkel war, geregnet hat und die Sicht schlecht war. Das ist es, worüber man sich am meisten Sorgen macht.“ sagt Árni.
Und dann sind da all die kleinen Gefährte, Roller, Scooter und Fahrräder, von denen immer mehr im Strassenverkehr unterwegs sind. Árni empfiehlt, sich im Verkehr stets in bunter Kleidung und mit Reflexmarkern oder Warnweste zu bewegen.
Radfahrende Touristen auf der Ringstrasse sollten ebenfalls beachten, dass sie bei Nebel oder regnerischem Wetter kaum von der Vegetation an den Strassenkanten zu unterscheiden sind. Neongelbe Kleidung und Warnwesten sorgen dafür, dass man auch bei schlechtestem Radfahrwetter von Autofahrern rechtzeitig bemerkt wird.
Den Autofahrern kommt ebenfalls Verantwortung zu. „Man kann die Verantwortung nicht immer auf die Rollerfahrer, Radfahrer oder Fussgänger wälzen,“ findet Árni. „Die Autofahrer müssen ihre Verantwortung kennen und jedes Mal Rücksicht auf die jeweiligen Verhältnisse nehmen.“







