Leerstehende Luxusapartments und fallende Preise Skip to content
Photo: Reykjavík.

Leerstehende Luxusapartments und fallende Preise

In Reykjavík befinden sich zahllose leerstehende Luxusapartments, zitiert das Wirtschaftsmagazin Viðskiptablaðið einen Artikel von Bloomberg.

Die Architektin Hildigunnur Haraldsdóttir habe, so der Artikel, 38 Luxuswohnungen in der Tryggvagata für ihr Unternehmen gebaut, an dem auch Islands grösste Bankk, die Landsbanki beteiligt ist. Ein Jahr nach Fertigstellung seien jedoch nur 23 dieser Wohnungen verkauft worden. Hildigunnur sagt im Interview, dass man den Preis der Wohnungen nicht senken könne, weil man sonst unter den Baukosten liege.

Während viele Luxuswohnungen leerstehen, geht man davon aus, dass etwa 8000 Wohnungen zusätzlich gebaut werden müssten, um die Lage am Wohnungsmarkt zu erleichtern. Kurzfristige Darlehen für Eigentumskäufer und Bauunternehmen haben bald wieder die Höhe von vor der Wirtschaftskrise erreicht, sie machen inzwischen ein Fünftel des Kreditvolumens der Banken aus.

Derweil flaut das Geschäft auf dem Immobilienmarkt ab und auch die Zahl der Touristen sinkt, was Auswirkungen auf den Airbnb-Markt haben dürfte. Der Preis von neuen Wohnungen, die einst mit einen Quadratmeterpreis von 8000 Kronen aufwarteten, ist um 17 Prozent seit dem letzten Jahr gesunken, während der Preis anderer Wohnungen um drei Prozent gestiegen ist.

Zentralbankchef Mar Guðmundsson sagt, die Verschiebung auf dem Immobilienmarkt bereitete ihm keine Sorge. Die Zentralbank hat die Leitzinsen bislang nicht gesenkt.

Ásgeir Jónsson, Bereichsdirektor der Universität Islands, ist da anderer Ansicht. Er meint, Leute wie Hildigunnur sollten sich mal lieber  Sorgen machen, denn es habe den Anschein, dass der Markt gesättigt ist.

Die Bauunternehmer haben den Luxusmarkt bedient, der nun mehr oder weniger gesättigt ist,” sagt er. “Ich wäre nicht überrascht, wenn der Preis von Luxuswohnungen noch weiter fällt.”

 

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