Ein festgefrorener Jungschwan konnte am gerade vergangenen Wochenende gerettet werden, dank eines beherzten Einsatzes zweier Frauen. Der Schwan hatte auf dem Reykjavíker Binnensee Tjörnin gegenüber vom Theater IÐNÓ im Eis festgesessen. Vor dem Theater befindet sich ein beliebter Vogelfütterungsplatz, und meist halten sich dort viele Vögel auf. Dennoch war die Notlage des Schwans von einer Reykjavíkerin bemerkt worden. Sie beschrieb das Problem in einer isländischen Vogelgruppe auf Facebook und fragte, wie man dem Schwan helfen könne.
Zum Glück für den Jungschwan befanden sich ein aktives Mitglied der isländischen Flugrettungswacht und die Naturschützerin Kerstin Langenberger vor Ort. Die beiden Frauen konnten ein paar Liter warmes Wasser beschaffen, und wagten sich dann mit einem Surfboard auf das Eis, um den jungen Schwan Feder für Feder vom Eis abzutauen.
Einheimische wie Besucher sollten stets ein Auge auf die Vögel am Tjörnin haben, weil es keine Organisation gibt, die sich offiziell um die Tiere kümmert. Im harten Winter vor zwei Jahren entbrannte eine heftige Diskussion darüber, wovon die an Fütterung gewöhnten Vögel auf dem fast komplett zugefrorenen See leben sollten. Da sich die Stadt für nicht zuständig erklärte, wurden Reykjaviks Bürger selbst aktiv und sammelten Brot und Futter, um die hungernden Vögel über die eisigen Wochen zu bringen.







