Im Kindergarten Mánagarður in Reykjavík ist seit gestern eine Gruppeinfektion mit dem E.coli Bakterium im Gange, in deren Folge mehrere Kindergartenkinder ärztliche Behandlung benötigten. Zwölf von ihnen wurden nach Angaben von Oberarzt Ragnar Bjarnasson in der Kinderklinik vorstellig, neun mussten eingewiesen werden. Eins der Kinder ist schwer erkrankt. Ragnar erwartet weitere Krankheitsfälle über das Wochenende.
Gefährlich für kleine Kinder
„E.coli ist besonders für kleine Kinder gefährlich. Alle können daran erkranken, aber dort befindet sich das in der Umgebung der Kinder, die erkrankt sind, und das ist besorgniserregend,“ kommentierte Chefepidemiologin Guðrún Aspelund RÚV gegenüber. Die erkrankten Kinder kommen aus allen Altersstufen, das jüngste ist gerade mal ein Jahr alt. Sie leiden an blutigem Durchfall und Erbrechen, Bauchschmerzen und oftmals Fieber. Die Infektionsursache ist zumeist in Lebensmitteln zu finden, in der Regel Rindfleisch oder Gemüse und Salat. Im Kindergarten Mánagarður werden mehr als 120 Kinder betreut und mit Essen versorgt. Die Inkubationszeit bei E.coli Infektionen beträgt bis zu 48 Stunden.
Suche nach der Ursache
Die Infektion sei als Gruppeninfektion kategorisiert worden, erklärt Guðrún. „Das kann Kinder schwer erkranken lassen und wir nehmen das sehr ernst.“ Der Kindergarten wurde geschlossen, während eine Arbeitsgruppe von Gesundheitsbehörden, MAST und Seuchenmedizinern nach der Infektionsursache sucht. Unter anderem wurden Proben aus ungekochten Rohstoffen der versorgenden Küche genommen.


