Der von Erdspalten und Vulkanausbrüchen bedrohte Küstenort Grindavík wird ab dem 21. Oktober für die Öffentlichkeit wieder geöffnet. Allerdings ist dann dort jeder auf eigene Gefahr unterwegs. Für Kinder ist Grindavík kein Aufenthaltsort.
Ort wird weiterhin überwacht
Einsatzkräfte und eine Einsatzleitung werden weiterhin unverändert tätig sein und den Verkehr in und aus der Stadt elektronisch überwachen, um für eine neuerliche Räumung im Gefahrenfall gewappnet zu sein. Auch Risikoanalyse und Gefahrenstufe werden weiterhin regelmässig aktualisiert, berichtet RÚV.
Die bekannten Erdspalten und Risse sind in den vergangenen Monaten kartiert und vermessen worden. Einige Spalten konnten verfüllt werden, andere sind abgezäunt worden, ausserdem hat man Belastungsproben durchgeführt.
Da es auch weiterhin zu Erdrutschen und Einbrüchen kommen kann, vor allem in den offenen Wiesenlandschaften rund um Grindavík, die nicht vermessen worden sind, steht als nächstes eine extensive Beschilderung des Ortes an.
Grindavík ist nicht für Kinder
Die Polizei von Suðurnes betont, dass die Leute sich auf eigene Verantwortung in dem Gefahrengebiet aufhalten, und dass der Ort für Kinder nicht geeignet sei.
Da die seismische Aktivität auf der Halbinsel noch nicht vorüber sei, besteht auch weiterhin Gefahr für die Stadt. Daher bleibt die Überwachung wie gehabt bestehen. Bedingungen können sich sehr schnell ändern, und es kann jederzeit zu einer erneuten Evakuierung der Stadt kommen. Sobald die Polizei die Gefahrenstufe ausruft, gelten wieder die Zugangsbeschränkungen. Innerhalb der Stadt können auch jederzeit Sperrungen vorgenommen werden, wenn dies aus Sicherheitsgründen notwenig ist.
Öffnung wichtig für die Gmeinschaft
Árni Þór Sigurðsson, der Vorsitzende des Grindavík-Ausschusses, sagte mbl.is nach der heutigen Pressekonferenz, man glaube, dass diese Öffnung der Ortsgemeinschaft helfe. Selbstverständlich sei man sich auch darüber im Klaren dass es jederzeit wieder zehn Schritte zurückgehen könne. Vor allem die Fischereiunternehmen seien sehr an einer Öffnung des Ortes interessiert. Viele Einwohner hätten ihre Immobilien inzwischen an die Immobiliengesellschaft Þórkatla verkauft, aber immer noch seien 50 bis 60 Häuser regelmässig bewohnt. Er glaube nicht, dass diese Zahl steigen werde, aber es sei wichtig für Einwohner, in ihre alte Heimat zurückgehen zu können, und sei es nur für einen Besuch.







