Solarstrom: Isländisches Unternehmen will Weltallpläne in die Tat umsetzen Skip to content
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Photo: Dagmar Trodler.

Solarstrom: Isländisches Unternehmen will Weltallpläne in die Tat umsetzen

Erste Versuche, im Weltall Energie zu produzieren, um diese auf der Erde zu nutzen, könnten demnächst in Island stattfinden. Dafür haben das isländische Klimaunternehmen Transition Labs und die britische Space Solar einen Kooperationsvertrag geschlossen, berichtet Vísir.

Einer Mitteilung zufolge will Solar Space ein Solarkraftwerk auf die Erdumlaufbahn bringen, welches die Strahlen der Sonne in Energie umwandelt und diese dann als Radiowellen zur Erde schickt. Dort sollen spezielle Bodenstationen diese Wellen einfangen, in Strom umwandeln und als grüne erneuerbare Energie in das Stromnetz einspeisen. Die Strahlen der Sonne sind ausserhalb der Erdatmosphäre 13 mal stärker als auf der Erde, was den Energieverlust ausgleicht, der durch den Transport zur Erde entsteht, heisst es in der Mitteilung.

Weniger Platzverbrauch
Die Radiowellen haben keine Auswirkungen auf die Biosphäre der Erde. Die Bodenstationen bestehen aus einem Netzwerk kleiner Antennen, die Wasser und Sonnenlicht durchlassen und ein vielfaches weniger Land beanspruchen, als für Windparks oder traditionelle Solarparks benötigt wird, in denen die gleiche Menge Energie erzeugt wird. Das Solarkraftwerk soll auf der Umlaufbahn so plaziert werden, dass es keinen Schatten auf die Erde wirft. Dort könne dann rund um die Uhr und wetterunabhängig Grundlaststrom erzeugt werden.

Weltall wird billiger
In den nächsten zehn Jahren will man so 100 MW Strom erzeugen. Bislang war der Traum zu teuer gewesen, weil die Raumfahrtkosten so hoch lagen. Doch auch dank des Unternehmens Space X seien diese Kosten um bis zu 80% gesunken. Deswegen glauben die Unternehmenssprecher, dass die Kosten für das Verbringen von technischem Gerät ins Weltall in den kommenden Jahren auf nur mehr ein bis zwei Prozent der ursprünglichen Kosten sinken werden.

„Unser Fokus bei Transition Labs liegt darauf, Klimaunternehmen dabei zu helfen, ihre Projekte auf den Weg zu bringen; schnell und sicher, eventuell bestehende Barrieren abzubauen, mit dem Ziel, diese schnellstmöglich zum Wohle der Gesellschaft und der Umwelt auszubauen,“ erklärte Transition Labs Geschäftsführer Kjartan Örn Ólafsson auf einer Klimakonferenz des Reykjavíker Versorgungsunternehmens Orkuveita in der vergangenen Woche.
Transition Labs war von Davíð Helgason und Kjartan Örn im Jahr 2022 gegründet worden. Ziel des Unternehmens ist es, Island zu einem Brennpunkt für Klimaprojekte weltweit zu machen.

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