Minister verlangt Informationen zu Wasseraufkäufern in Ölfus Skip to content

Minister verlangt Informationen zu Wasseraufkäufern in Ölfus

Bis heute gibt es keine zufriedenstellenden Antworten seitens des Wasserflaschenabfüllers Icelandic Water Holdings dazu, wer denn eigentlich hinter dem Kauf der Wasserabfüllanlage im südisländischen Ölfus steht, berichtet RÚV. Die zuständige Ministerin sagte, es sei wichtig, dass ganz klar hervorgeht, wer in isländisches Land und Resourcen investiere.

Die Icelandic Water Holdings in Ölfus, die sich im Besitz des Geschäftsmanns Jón Ólafsson befunden hatte, verkauft isländisches Trinkwasser unter dem Namen Icelandic Glacial. Vor kurzem war das Unternehmen veräussert worden. Die Unternehmensleitung sollte offenlegen, wer eigentlich hinter dem Kauf stehe.
“Die Antworten waren nicht ausreichend, daher haben wir weitere Fragen an die für das Unternehmen tätigen Anwälte geschickt,” sagte die Ministerin für Kultur und Wirtschaft, Lilja Alfreðsdóttir.
Dem Gesetz nach kann der Minister den Verkauf aussetzen, wenn er etwa die Sicherheit des Landes in Gefahr bringt. Die Ministerin hatte in der Kabinettssitzung am Freitag ein Memo zur Angelegenheit vorgelegt. Das Wissen um die wahre Eignerschaft eines Unternehmens sei wichtig, weil “es da um Transparenz und Vertrauen in der isländischen Gesellschaft geht,” so die Ministerin, “Es geht darum, dass hier in unser Land und unsere Resourcen investiert wird.”

Schon vor einem Monat hatte Lilja nähere Informationen zu Kauf und Käufern angefordert, dazu ist sie berechtigt, wenn es sich um eine ausländische Investition handelt, die potenziell die nationale Sicherheit oder die öffentliche Gesundheit gefährdet.
Die isländische Verfassung enthält keine Ressourcenklausel. Lilja Alfreðsdóttir hatte seinerzeit angegeben, es sei dringend notwendig, dieses Problem zu beheben.
Es gibt Präzedenzfälle, bei denen ausländischen Parteien der Erwerb von Immobilien in Island verwehrt wurde. Beispielsweise durfte der chinesische Tycoon Huang Nubo seinerzeit den Hof Grímsstaður á Fjöllum in Nordisland weder kaufen noch auf 99 Jahre pachten.

Lilja gab an, sie wisse nicht, ob jetzt chinesische Geschäftsleute an dem Wassergeschäft beteiligt seien.

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