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Island will Nerze auf Corona testen

Die isländische Lebensmittel- und Veterinäraufsichtsbehörde MAST wird die Nerze in den Nerzzuchtanlagen des Landes auf das neuartige Coronavirus testen, nachdem bekannt geworden war, dass in Dänemark eine Mutation vom Nerz auf den Menschen übergesprungen war und Infektionen ausgelöst hatte, berichtet Vísir. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es jedoch keinen Infektionsverdacht in Island.

Die Behörde hat die Nerzfarmer darüber informiert, dass noch strengere Seuchenpräventinsmassnahmen nötig sind und sie aufgefordert, diese so genau wie möglich zu befolgen. Der kleinste Verdacht auf eine Infektion muss gemeldet werden, vor allem wenn eine infizierte Person Kontakt zu Nerzen hatte. Bislang sind keine Meldungen eingegangen. Erst wenn ein solcher Fall auftritt, will die Behörde in Zusamenarbeit mit den Gesundheitsbehörden entscheiden, wie sie weiter vorgehen will.

Dänemarks Premierministerin hatte gestern eröffnet, dass sämtliche Nerze im Lande, 17 Millionen Tiere, getötet und verbrannt würden, weil eine Virusmutation vom Nerz auf den Menschen übergesprungen war. Mette Fredriksen hatte die Lage als sehr ernst bezeichnet und erklärt, die Mutation könne die Wirksamkeit eines Impfstoffes verhindern, weil das mutierte Virus auf die derzeit in der Entwicklung befindlichen Impfstoffe nicht reagiert.

Die Möglichkeit einer Infektion der verwilderten Nerze in Island ist gering, weil es kaum Kontakt zwischen Mensch und Tier gibt. Der Nerz ist keine ursprünglich heimische Tierart auf der Insel, die freilebenden Exemplare stammen alle von entkommenden Zuchttieren ab.
Zur Zeit gibt es neun Nerzfarmen mit insgesamt 15.000 Zuchtweibchen im Land, die meisten davon im Nordwesten, sowie einige Höfe an der Südküste.

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