Dänische Geldgeber könnten in isländische Nerzzucht investieren Skip to content

Dänische Geldgeber könnten in isländische Nerzzucht investieren

.Eine Gruppe dänischer Investoren ist auf dem Weg nach Island, um sich über die Möglichkeiten kundig zu machen, in grossem Umfang in die Nerzzucht einzusteigen, berichtet RÚV. Nach Angaben des ehemaligen Vorsitzenden der isländischen Nerzzüchter ist noch nichts in trockenen Tüchern, doch sei es den Investoren sehr ernst.

Jeder der aus dem europäischen Wirtschaftsraum komme, könne in Island investieren, erklärte Björn Halldórsson RÚV gegenüber. Bislang befinde sich ein Nerzzuchtbetrieb bereits in dänischer Hand, diese Investoren seien jedoch branchenfremd.
Auch bei den neuen Besuchern, die im August erwartet werden, handelt es sich nicht um dänische Nerzzüchter und um Branchenfremde, einer von ihnen sei jedoch Pelzhändler.
Der dänische Nerzzüchter Finn Nielsen habe sich mit ihm in Verbindung gesetzt, damit er Gespräche mit den jeweiligen Gemeinden, mit Futterherstellern und mit Nerzzüchtern führe, die ihren Betrieb aufgelöst hatten. Er rechne damit, dass die Investoren ihre Entscheidung aufgrund seiner Berechnungen träfen.
Die Investoren suchten auch in Kanada nach Möglichkeiten, doch Island sei der bessere Standort, findet Björn. Dem Bændablaðið zufolge sei die Produktion von 100.000 Fellen pro Jahr in Island anvisiert.

Björn glaubt, dass die Pelztierzucht positive Effekte auf den Arbeitsmarkt vor allem auf dem Land haben wird. Ausserdem erwartet er die Studie eines Ingenieurbüros dazu, dass die Pelztierzucht Kohlenstoff bindet, als eine der wenigen Beschäftigungszweige in Island, und dann könne es keinen Grund mehr geben, über die Zukunft der Branche zu diskutieren. Pelz sei zudem viel umweltfreundlicher als Kunststoffbekleidung.

In Dänemark hatten im vergangenen Jahr mehr als 15 Millionen Nerze gekeult werden müssen, nachdem eine Coronavariante in den Tieren der Zuchtbetriebe festgestellt worden war. Die Tagesschau berichtete im Mai, dass die Entsorgung der Kadaver ein ökologisches Problem darstellt, und dass die toten Tiere wieder ausgegraben werden müssen, weil sie das Grundwasser verseuchten. Bei den isländischen Zuchtnerzen war die Coronavariante nicht gefunden worden.
Dänemark gehört mit Polen und Finnland zu den weltweit grössten Nerzproduzenten.

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