Wirtschaftsminister: Islands Aussichten besser als erwartet Skip to content

Wirtschaftsminister: Islands Aussichten besser als erwartet

Wirtschaftsminister Gylfi Magnússon erklärte am Montag in einem Interview, die Wirtschaftsaussichten für Island seien rosiger als erwartet. Auch werde es im kommenden Jahr nicht zwingend zu einem Rückgang des isändischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) kommen.

“Die gute Nachricht ist, dass die Aussichten etwas besser als vorausgesagt sind und natürlich wesentlich besser, als von den meisten pessimistischen Vorhersagen angenommen”, sagte Magnússon gegenüber Fréttabladid. Auf die Frage, wie diese Entwicklung erklärt werden könne, antwortete der Minister:

“Vieles entwickelt sich besser als prophezeit: Es gibt natürlich einen beachtlichen Rückgang beim privaten Verbrauch, er ist allerdings nicht höher, als Vorhersagen angenommen haben. Das Investitionsniveau ist geringfügig höher als erwartet, und im Export war Island sogar erfolgreicher als prognostiziert.”

Magnússon fügte hinzu, es sehe derzeit danach aus, der Rückgang des BIP werde in diesem Jahr sieben Prozent betragen. Frühere Schätzungen des isländischen Finanzministeriums und des Internatonalen Währungsfonds (IWF) lagen zwischen neun und elf Prozent.

“Das sind sehr erfreuliche Neuigkeiten”, sagte der Minister, und betonte, der Rückgang des BIP innerhalb der Eurozone werde in diesem Jahr bei etwa vier Prozent liegen. “Obwohl die Rezession hier stärker ist als dort, wird der Unterschied wohl nicht so extrem sein, wie die Menschen befürchtet hatten.”

Mehr Unsicherheit bringt der wirtschaftliche Ausblick auf 2010 mit sich – der isländische Staat sieht sich definitiv einer Rezession gegenüber – doch Magnússon erwartet, es werde auch im kommenden Jahr keinen Rückgang beim BIP geben.

“Das Wachstum muss dann aber überall stattfinden,” erklärte der Minister. “Die Menschen hoffen vor allem auf Investitionen im privaten Sektor, aber auch steigendes Exportvolumen ist eine Möglichkeit.”

Magnússon erwartet zudem eine steigende Nachfrage nach einheimischen Produkten und Dienstleistungen bei den Isländern. Er begründet dies damit, dass, wenn der Kurs der króna niedrig bleibt, die Isländer den Importen automatisch isländische Waren vorziehen werden.

Der Minister äusserte, derzeit werde erwartet, dass ein Wachstum der Wirschaft 2011 und 2012 deutlich messbar wird, ganz egal, wie hoch oder niedrig es sein wird.

Übersetzt von Gabriele Schneider.

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