Wikileaks kommt im Parlament zur Sprache Skip to content

Wikileaks kommt im Parlament zur Sprache

Aussenminister Össur Skarphédinsson sagte, er wisse nicht, was in den 290 vertraulichen Dokumenten der isländischen US-Botschaft stehe, die die Internetplattform Wikileaks zu veröffentlichen gedenkt. Das Parlamentsmitglied Álfheidur Ingadóttir hatte zu der geplanten Veröffentlichung eine Anfrage im Parlament gestellt.

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Im Parlament. Skarphédinsson sitzt neben Premierministerin Jóhanna Sigurdardóttir. Foto: Páll Kjartansson.

Dokumente des amerikanischen Auswärtigen Amtes waren durchgesickert, in denen es unter anderem um sehr direkte, schonungslose Beschreibungen internationaler Politiker geht.

Ingadóttir hatte angefragt, ob solche Arbeitsmethoden als normal bezeichnet werden könnten und ob vergleichbare Dokumente beim isländischen Auswärtigen Amt existierten, berichtet ruv.is.

Skarphédinsson antwortete, dass er solche Berichte als in höchstem Masse unangemessen empfinde und dass er nicht akzeptiere, dass ausländische Diplomaten Informationen sammeln, die multilaterale Beziehungen gefährden. Seiner Ansicht nach könnten die Beziehungen zwischen den USA und einigen der Länder, deren Staatschefs in den Dokumenten beschrieben werden, ernsthaft gefährdet sein. Er wisse jedoch nicht, ob das auch für Island der Fall sei.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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