Westfjorde: Drei Tage im eingeschneiten Auto festgesessen Skip to content
Photo: Snowplough on Hrafnseyrarheiði.

Westfjorde: Drei Tage im eingeschneiten Auto festgesessen

Zwei Isländer um die 30 sind gestern abend von der Bergrettung aus Hólmavík in den Westfjorden vor dem Erfrieren bewahrt worden, als sie auf der Kollafjarðarheiði an dem kleinen Geländewagen (jeppling) vorbeikamen. Die beiden Männer waren seit drei Tagen vermisst worden, berichtet Vísir.

Die Polizeidirektion in den Westfjorden hatte gestern eine Mitteilung bekommen, dass Leute auf dem Weg von Reykjavík in den Nordteil der Westfjorde nicht am Ziel angekommen seien, seit Freitag hatte es von ihnen auch keine Nachricht mehr gegeben, und man wusste nicht, wo auf der Strecke sie sich befanden.
Daher wurde die Suchaktion zunächst in Ringstrassennähe begonnen, und zwar von Bjarkarlundur nach Flókalundur, aber auch auf der Dynjandisheiði, Þorskafjarðaheiði und schliesslich der Kollafjarðarheiði. An der Suche beteiligten sich Rettungsteams aus Patreksfjörður, Tálknafjörður, Bíldudalur, Þingeyri und Hólmavík, dazu der Hubschrauber der Küstenwache, und Polizeimannschaft aus Patreksfjörður, Hólmavík und Ísafjörður.

Auto nicht verlassen kann Leben retten
Gegen 21 Uhr gestern Abend kam dann die erlösende Meldung der Hólmavíker Bergretter, dass die beiden Männer in ihrem Fahrzeug auf der Kollafjarðarheiði gefunden wurden, unverletzt zwar, aber ausgekühlt und erschöpft. Sie wurden sofort in ärztliche Behandlung gebracht. In der Region herrschte gestern Abend sehr schlechtes Wetter, und es gab keine Mobilfunkverbindung.
Der Kraftstofftank war leer, sagte Sigurður Árni Viljálmsson von den Hólmavíker Rettern. Die beiden hätten zwar genügend warme Kleidung dabei gehabt, aber nicht genug Essen. Ein Autofenster war zerbrochen, sodass es im Fahrzeug sehr kalt war. Den Weg über die Kollafjarðarheiði hätten die beiden genommen, weil google maps sie dorthin geschickt hätte. An der Bergstrasse steht kein Warnschild oder ähnliches.

“Für die Verhältnisse haben die Leute das einzig richtige getan und das Fahrzeug nicht verlassen. Man kann gut und gerne davon ausgehen, dass dies der Hauptgrund dafür ist, dass die Sache so glimpflich ausging,” gab die Polizei in einer Mitteilung an.
Úlfar Örn Hjartarson, der stellvertretende Leiter des Hólmavíker Rettungsteams Dagrenning, sagte, der kleine Geländewagen der beiden Reykjavíker hätte sich im Schnee festgefahren.
Die Bergstrasse Kollafjarðarheiði (F66) liegt zwischen dem Kollafjörður in Barðastrandasýsla und Ísafjörður im Ísafjarðardjúp. Bei der Strasse handelt es sich um eine Piste, die ausschliesslich während des Sommers mit geeigneten Geländefahrzeugen befahrbar ist.

Subscribe to our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts