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Weniger Immigranten verlassen Island

Zu Beginn dieses Jahres lebten 28644 ausländische Bürger in Island, das sind insgesamt neun Prozent der Bevölkerung. In den ersten neun Monaten von 2009 verliessen 3538 Ausländer die Insel, während 2793 ausländische Bürger in das Land zogen. Die Anzahl der ausländischen Mitbürger ist demnach nur um 745 bzw 2,6 Prozent gefallen.

Themenfoto: Páll Stefánsson.

„Viele Menschen fanden es überraschend, wie wenig die Zahl der Immigranten in Island zurückgegangen ist, seit die Krise hier zugeschlagen hat,“ heisst es nach Angaben von visir.is in einer Analyse des Íslandsbanki-newsletters Morgunkorn.

Es ist vor allem überraschend, wenn man berücksichtigt, dass eine Industrie wie der Bausektor, der immer schon stark von ausländischer Arbeitskraft abhängig gewesen ist, derzeit eine heftige Rezession mit vielen Entlassungen durchmacht.

Insgesamt 1764 ausländische Bürger waren zum Ende Oktober arbeitslos gemeldet. Die meisten von ihnen waren in der Bauwirtschaft beschäftigt gewesen. Dennoch steht immer noch die Mehrheit der Ausländer in Island in Arbeitsverhältnissen. Die Arbeitslosenquote unter ausländischen Bewohnern in Island ist nicht so hoch wie in anderen europäischen Ländern.

Trotz der ökonomischen Krise und fallender Kaufkraft, und trotz Abwertung der Krone und steigender Inflation sind die Löhne in Island immer noch höher als in manchen anderen Ländern, vor allem in Osteuropa. Die grösste Gruppe der Immigranten stammt aus Polen.

Der Tatsache dass weniger ausländische Bürger aus Island fortziehen als erwartet, könnte zugrundeliegen, dass die ökonomische Situation in Island trotz der Krise immer noch besser ist als in anderen Ländern, vermutet der Newsletter.

Klicken Sie hier um mehr über Arbeitslosigkeit in Island zu lesen.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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