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Weniger Arbeitslose in Island

Die Arbeitslosenrate in Island ist von 7,7 Prozent im August auf 7,2 Prozent im September gesunken. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Situation bis Februar 2010 wieder um ein Prozent verschlechtern wird, was selbstverständlich von den Einsatzmöglichkeiten der Firmen abhängt, wie Karl Sigurdsson, der Direktor für Beschäftigungsfragen bei der Arbeitsverwaltung gegenüber dem Morgunbladid betonte.

Baustelle in Reykjavík, Oktober 2009. Die Bauindustrie war von der Krise besonders betroffen. Foto: Bernhild Vögel.

Nach Gudný Hardardóttir, Geschäftsführerin der Beschäftigungsagentur STRÁ MRI, sind offene Stellen vorwiegend für qualifizierte Fachkräfte in der Softwareindustrie, dem Finanzsektor und bei Dienstleistungsunternehmen vorhanden.

Es gibt gegenwärtig einen Mangel an Programmierern, Systemanalytikern, Buchhaltern, Rechtsanwälten und Volkswirtschaftlern in Island.

„Die Räder der Wirtschaft scheinen sich wieder ein wenig nach vorwärts zu bewegen“, sagte Hardardóttir und fügte hinzu, die Leute würden sich nicht zügig genug bei den Beschäftigungsagenturen registrieren lassen: „2007 hatten wir mehr neue Anmeldungen als heute, das halte ich für eine beängstigende Entwicklung.“

Nach der Ursache für diese Entwicklung gefragt erwiderte Hardardóttir, die Gesellschaft charakterisiere eine gewisse Benommenheit. Auch seien viele Menschen sehr hoffnungslos, was zu einem gewissen Grad auf die Medien zurückzuführen sei, die ein schwärzeres Bild der Situation zeichneten als notwendig. Jetzt sei die Zeit reif für Pioniere und Neugründungen.

„Leider ist in der Gesellschaft eine gewisse Haltungsänderung festzustellen: Man findet es ganz in Ordnung, arbeitslos zu sein. In diesem Sommer erlebte ich – das erste Mal in meiner 25-jährigen Laufbahn – dass Arbeitssuchende nicht bereit waren Arbeit aufzunehmen, auch wenn eine Stelle verfügbar war. Das betraf hauptsächlich die Arbeit […] in Büros und Läden“, berichtete Hardardóttir.

„Ich musste leider feststellen, dass zu viele Leute die lohnabhängige Arbeitslosenunterstützung weiter beziehen wollten, um einen ruhigen Sommer zu haben und lieber erst im Herbst wieder arbeiten zu gehen“, sagte Hardardóttir zum Abschluss.

Klicken Sie hier und hier, um mehr über Arbeitslosigkeit in Island zu erfahren.

Übersetzt von Bernhild Vögel.

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