Was zwischen den Jahren geschah Skip to content

Was zwischen den Jahren geschah

In der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr machte die deutsche Redaktion der Icelandreview Pause, nicht aber die isländische Politik. Das Wetter verteilte seine erhoffte weisse Pracht ungleich über die Insel. Eine kleine Zusammenfassung der Jahresendnachrichten.

Einen Tag vor Weihnachten wurde bekannt, dass der Fussballstar Eidur Smári Gudjohnsen die Zeitung DV verklagt hat, weil sie über seine Millionenschulden und Geschäfte berichtet hatte.

Der Profifussballer, der für FC Chelsea und FC Barcelona gespielt hat und gegenwärtig bei AS Monaco unter Vertrag steht, soll nach einem Bericht von DV unter anderem bei den bankrott gegangenen Banken Kaupthing Luxemburg (jetzt Banque Havilland Luxemburg) and Glitnir (jetzt Íslandsbanki) Kredite von 1,2 Milliarden ISK aufgenommen haben gegen Sicherheiten, die weniger als 800 Millionen ISK betrugen.

Gudjohnsen fordert von der Zeitung 5 Millionen ISK Schadenersatz, da sie seine Privatsphäre verletzt habe.

Der erhoffte Schnee liess sich an Weihnachten in der Hauptstadtregion nicht blicken, aber der Norden und Osten Islands erhielt eine grosse Ladung der weissen Pracht.

In Akureyri wurde nach den Weihnachtsfeiertagen eine Schneehöhe von über 80 cm gemessen. Überall im Land herrschte Kälte, am Mývatn sanken die Temperaturen bis auf -22,8°C.

Das Wetter im Jahr 2009 war gut, stellte Trausti Jónsson, Meteorologe am Isländischen Wetterinstitut fest. In Reykjavík war es überdurchschnittlich warm und trocken, in Akureyri etwas kühler und feuchter. Es gab ungewöhnlich wenig schwere Stürme.

Die Inflationsrate in Island, die zu Anfang des Jahres 2009 18,6 Prozent betragen hatte, ist weiter zurückgegangen und lag am Jahresende bei 7,5 Prozent. Die Bank Íslandsbanki erwartet, dass die Isländische Krone im Frühjahr wieder stärker wird.

Am 30. Dezember hat das isländische Parlament nach wochenlangen Debatten das Icesave-Gesetz mit 33 gegen 30 Stimmen verabschiedet.

Das Gesetz beinhaltet eine Staatsgarantie für die Kredite, die die Regierungen von Grossbritanninen und der Niederlande dem isländischen Garantiefonds für Sparer und Investoren gewährt.

Unterdessen hat die Gruppe Indefence 56.000 Unterschriften gesammelt, um den Staatspräsidenten Ólafur Ragnar Grímsson dazu zu bringen, das Gesetz nicht zu unterzeichnen.

Der isländische Staat wird in diesem Jahr etwa 40 Prozent seines Einkommens für die Abzahlung der Schulden aufwenden müssen, 2011 werden es sogar 60 Prozent sein.

Die Zentralbank schätzt, dass die Schulden Ende dieses Jahres 5.150 Milliarden ISK betragen werden, das sind 320 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.

An erster Stelle der weihnachtlichen Bestsellerliste steht die autorisierte Biografie von Vigdís Finnbogadóttir, der isländischen Präsidentin von 1980 bis 1996, verfasst von Páll Valsson.

Den zweiten Platz nimmt der neue Erlendur-Krimi von Arnaldur Indridason ein, der <i>Svörtuloft<p> (schwarzer Himmel) heisst.

Zusammenfassung von Bernhild Vögel.

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