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Vulkanische Asche ist immer noch eine Gefahr in Südisland

Obwohl der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull ein Ende gefunden hat, stellt die herabgefallene Asche in Südisland weiterhin ein Problem dar.

Aschenebel in Südisland in den ersten Tagen nach dem Ausbruch. Foto: Páll Stefánsson.

Der Wind wirbelte gestern die Asche unter dem Gletscher und nach Osten in die Ebene von Sólheimarsandur auf. Die Sicht war auf einer Teilstrecke der Ringstrasse durch den Aschenebel sehr schlecht, teilweise war die Strasse unpassierbar.

Feuerwehrleute aus der Hauptstadtregion und aus dem Bezirk Rangárvallasýsla reinigten gestern Dächer und Hauszufahrten im Osten des Gletschers, berichtet das Morgunbladid.

Heute werden für die Bezirke Rangárthing eystra und Mýrdalshreppur zwei Teams der Arbeitslosenagentur von Südisland bei den Reinigungsarbeiten und bei Strassenreparaturen helfen. „Wir suchen noch Freiwillige, die uns diese und nächste Woche unterstützen können,“ sagte Vagn Kristjánsson, der Direktor des Heimaland Service Zentrums.

Von einigen Höfen aus der Ascheregion im östlichen Mýrdalssandur sind die Schafe auf Weiden evakuiert worden, die von der Agrarvereinigung Südisland und vom isländischen Amt für Bodenkonservierung verwaltet werden.

Ein Landwirt hat seine Schafe zu Verwandten nach Mosfellsbaer geschickt, ein anderer Landwirt hat für sein Milchvieh Platz in einem Kuhstall ausserhalb der Ascheregion gefunden.

Sveinn Sigurmundsson, der geschäftsführende Direktor der Agrarvereinigung Südisland, sagte das vordringlichste Projekt sei nun, genügend Futter für das Vieh in der Ascheregion bereitzustellen.

Obwohl das Gras in der derzeit andauernden Wärmeperiode schnell wachsen wird, bedeckt immer noch eine Ascheschicht die Wiesen, was eine traditionelle Heuernte erschwert. Es besteht das Risiko, dass sich Asche mit dem Heu vermischt und es ungeniessbar macht. Der Fluorgehalt der Asche soll in den kommenden Tagen engmaschig überwacht werden.

Finnbogi Magnússon, der geschäftsführende Direktor des Lohnunternehmens Jötunn vélar, informiert sich gerade, ob eine Heuernte mit speziellem Gerät möglich ist. Die Maschine, die er dafür im Sinn hat, kostet 25 Mio. ISK (191.000 USD, 155.000 EUR), sein Unternehmen ist bereit, Teile des Projekts zu finanzieren.

„Die Heuernte hängt vom Wetter ab und davon ob der Ausbruch weitergeht. Aber selbst wenn dies nur eine Unterbrechung ist, wird es die Arbeit der Bauern in der Region erleichtern und ihnen Zeit geben, die Situation einzuschätzen.“ sagte Eiríkur Blöndal, der geschäftsführende Direktor des isländischen Bauernverbandes.

Mittlerweile sind die Anwohner der Ascheregion erleichtert, dass der Ausbruch des Vulkans nun beeendet ist. Pfarrer Halldór Gunnarsson aus der Gemeinde Holt am Fuss des Eyjafjallajökull sagte, es könne kein Zufall sein, dass der Ausbruch ausgerechnet vergangenen Sonntag zuende ging.

„Ich bin davon überzeugt, dass es kein Zufall ist dass der Ausbruch am Pfingstsonntag endete. Als ob die Gebete der Menschen durch die Kraft des Heiligen Geistes beantwortet wurden,“ sagte Gunnarsson. Der Pfingstsonntag werde ja als Gründungstag der christlichen Kirche angesehen.

Klicken Sie hier um weitere Geschichten zum Vulkanausbruch zu lesen.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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