Vulkanasche könnte Beton verfestigen Skip to content

Vulkanasche könnte Beton verfestigen

Die Asche vom Eyjafjallajökull-Ausbruch könnte zum Verfestigen von Beton benutzt werden. Das ergab eine Untersuchung, die die Ingenieursgesellschaft Mannvit durchgeführt hat, berichtete Fréttabladid. Die Asche ähnelt in ihrer Zusammensetzung der Kohlenasche, die häufig bei der Herstellung von hochfestem Beton benutzt wird.

Eyjafjallajökull.

Der Techniker Karsten Iversen und der Geologie-Ingenieur Börge Johannes Wigum haben die Untersuchung für Mannvit durchgeführt.

„Die Asche des Eyjafjallajökull enthält Glas und ist reich an Silikaten“, sagte Iversen. „Das kann sich günstig auf die Betonherstellung auswirken.“ Solch ein Beton ist leichter und einfacher zu verarbeiten, hält länger und verhindert Alkalireaktionen, den sog. Betonkrebs.

Glas- und silikatreiche Asche besitzt die Eigenschaften der Puzzolane, benannt nach einem italienischen Ort in der Nähe des Vesuvs. Die Römer hatten bereits Kalk mit Vulkanasche vermischt und als Bindemittel in einem betonähnlichen Baumaterial verwandt.

Heute wird diese Eigenschaft erzeugt, indem man dem Zement Kohlenasche und Silikastaub beimischt.

Iversen und Wigum fanden heraus, dass ein Vulkanascheanteil von fünf Prozent im Beton alkalische Reaktionen unterdrückt. Das macht die Asche zu einem interessanten Zusatz, der Beton verstärken und langlebiger machen kann.

Das einzige Problem, das die beiden Techniker entdeckten, war die Qualität der Asche. Nur 60 Prozent der Proben enthielt genug Staub, der sich als Puzzolan-Zusatz eignet. Es bleibt abzuwarten, ob es möglich ist, eine ausreichende Menge an Asche zu bekommen, die für die Betonherstellung verarbeitet werden kann.

Übersetzung: Bernhild Vögel

Sign up for our weekly newsletter

Get news from Iceland, photos, and in-depth stories delivered to your inbox every week!

Subscribe to Iceland Review

In-depth stories and high-quality photography showcasing life in Iceland!

Share article

Facebook
Twitter

Recommended Posts