Von Bismarck leugnet, Islands Naturterrorist zu sein Skip to content

Von Bismarck leugnet, Islands Naturterrorist zu sein

Der deutsche Künstler Julius von Bismarck, der verdächtigt wird, die Sprühaktion am Mývatn verbrochen zu haben, hat dem nationalen Sender RÚV eine Erklärung geschickt, in welcher er seine Beteiligung an der Aktion verneint.

myvatnnaturedamage2013_crater_hhHverfjall auf dem Bild in von Bismarck’s Ausstellung. Foto: Hlynur Hallsson.

In der Erklärung heißt es:

„Die 8 Fotos der Serie „Kunst“ wurden in vier verschiedenen Ländern in den Jahren 2012 und 2013 aufgenommen. Verschiedene anonyme Künstler arbeiteten an jedem Ort zusammen, um die Schriftzüge herzustellen. Julius von Bismarck hatte zu keiner Zeit Kontrolle über die Aktionen der Künstler. Die Künstler agierten völlig auf sich gestellt, was die Schriftzüge angeht. Von Bismarck ist nur in 2010 in Island gewesen.“

Der isländische Künstler Hlynur Hallsson war auf Bismarcks mögliche Beteiligung gestoßen, als er Fotos der Farbschmiereien in einer Berliner Galerie entdeckte.

Der Fall wird derzeit von der Húsavíker Polizei untersucht.

Auf der Webseite der ARTslanT Galerie in Berlin, wo eine Serie von acht Bildern zu sehen ist, wird die Ausstellung wie folgt beschrieben:

„Natur wird normalerweise im Bruchteil einer Sekunde erfasst. Wir definieren die komplexe Konstellation „Wald“ ohne Zögern als Wald. In einer Serie von Aufschriften in der Natur bringen die Künstler Bismarck und Julian Charrière Natur und die konzeptive (menschliche) Form zusammen. Ein Waldstück wird mit dem Schriftzug „Wald“ beschrieben, auf einem Krater das Wort „crater“, auf einer Wiese das Wort „Wiese“ etc.

Die Banalität der Begriffe stellt einen Kontrast zur Realität her. Weil dort, wo „Wald“ geschrieben wurde, sich die Frage stellt, ob man wirklich auf „Wald“ blickt, oder auf ein Objekt, welches, wie die Kunst selbst, der Definition trotzt.“

RÚV wertete diesen Textbeitrag als indirektes Geständnis des Künstlers.

In einer Email an das Morgunblaðið schrieb der deutsche Künstler, es spiele für ihn keine Rolle, welches Naturphänomen bearbeitet werde, viel mehr sei entscheidend, dass es mit einem Zeichen oder einem Klischee in Verbindung gebracht werde. In dieser Mail bezeichnet er sich als Urheber der Idee.

DT

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