Vergewaltigungsfälle lösen Wut aus Skip to content

Vergewaltigungsfälle lösen Wut aus

By Iceland Review

Die Polizei von Reykjavík wird derzeit in den sozialen Medien scharf wegen ihres Vorgehens in zwei Vergewaltigungsfällen kritisiert, die im gleichen Reykjavíker Apartment unabhängig voneinander stattfanden, berichtet RÚV. Vor dem Wochenende hatte die Polizei zwei unter Verdacht Männer festgenommen und sie nach 24 Stunden wieder freigelassen. Zuvor hatte eine Hausdurchsuchung und eine Vorermittlung stattgefunden. Was die Kritiker besonders in Rage versetzt ist die Tatsache dass die Männer nicht in Untersuchungshaft genommen wurden.

Die Polizei überprüft nun das Vorgehen in dem Fall, um festzustellen, ob die Ermittlungen korrekt vorgenommen wurden, oder ob Fehler gemacht wurden.

Bestätigt wurde, dass zwei Klagen vorliegen. Quellen von Vísir zufolge waren die Vergewaltigungen brutal verlaufen. Beide Vorfälle ereigneten sich im Oktober und waren erst einen Monat später gemeldet worden.

Einer der Verdächtigen ist in den Zwanzigern, der andere in den Dreissigern. Der Ältere von beiden soll das zweite Verbrechen begangen haben. Die Opfer sind Studentinnen der Reykjavíker Universität, auch der jüngere Verdächtige ist dort immatrikuliert. Beide Frauen sagen, dass sie nach einem Kurstreffen angegriffen worden sind. In wenigstens einem Fall war das Opfer vermutlich mit Hilfe von Drogen überwältigt worden.

Um 17.000 berichtete Vísir, dass beide Verdächtige das Land verlassen haben.

Zunächst war berichtet worden, dass das Apartment für Gewalttaten ausgestattet gewesen sei, doch wurde diese Meldung von der Polizei dementiert.

In einem Interview mit dem Radiosender Rás 2 sagte die leitende Juristin der Hauptstadtpolizei, Alda Hrönn Jöhannsdóttir auf die Frage, warum die beiden nicht in Untersuchungshaft genommen worden seien, man habe keinen Grund gesehen, sie im Interesse der Ermittlungen festzuhalten, man sei nicht davon ausgegangen, dass eine Freilassung die Ermittlungen stören würde. Auf der anderen Seite habe die Polizei keine öffentliche Gefährdung durch die beiden Verdächtigen gesehen. Es komme auch sehr selten vor, dass Isländer ein Reiseverbot erhielten. Island sei Mitglied der internationalen Gemeinschaft, daher sei es einfach, Isländer ausgeliefert zu bekommen. Die Ermitttlungen seien weit fortgeschritten, man erwarte jedoch noch weitere Daten.

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