Unwetter hält Insel in Bann Skip to content

Unwetter hält Insel in Bann

Inzwischen herrscht in den meisten Landesteilen Unwetter, die Strassen sind zum grössten Teil gesperrt. Die Zufahrtsstrassen in die Hauptstadt, Sandskeið, Hellisheiði und Þrengsli sowie die Strasse am Hafnarfjall sind gesperrt, ebenso die Ringstrasse zwischen Selfoss und Hveragerði.

Auf allen anderen Strassen erschweren Schnee, Schneeverwehungen und Eisglätte den Verkehr.

In den südlichen Westfjorden herrscht Schneesturm, für die nördlichen Westfjorde gilt wegen Lawinengefahr die Warnstufe. Die Ringstrasse nach Norden ist kaum befahrbar, Öxnadalsheiði musste ebenfalls gesperrt werden.

Im Gebiet des Öræfi wurden Windböen von bis zu 60 m/s gemessen. Der Reiseleiter Einar Rúnar Sigurðsson war auf dem Rückweg einer Höhlentour am Gletscher und fand sein eigenes Haus nur mit Hilfe des GPS im Auto. “Ich hab noch nie erlebt, dass ich mein Haus nicht finde, man sieht überhaupt nichts. Das Wetter spielt total verrückt hier.” sagt er. Seine Touristen sind wohlbehalten im Hotel, niemand ist heute abend im Öræfi unterwegs.

Wie zu erwarten war, gab es auch andernorts kaum nennenswerten Verkehr, dennoch benötigten zehn Fahrzeuge Hilfe, die sich im Schnee festgefahren hatten. In der Nähe von Hotel Dýrhólaey geriet ein Reisebus in Schwierigkeiten, die 24 Touristen wurden von Mitgliedern des örtlichen Rettungsteams geborgen. In Vík selber herrscht Schneesturm.

Ármann Guðmundsson ist freiwilliges Mitglied der Rettungseinheit Björgunarsveit und Landwirt am Svinafell, er hat wie viele andere Freiwillige heute Abend Dienst und schob Wache am Hotel Skaftafell. Dort hält er im Truck der Rettungseinheit aus, denn draussen kann man vor lauter Schneesturm die Hand vor Augen nicht sehen. Seine Frau daheim hat das Füttern übernommen. “Ich bin ja hier quasi gestrandet, ich komm eh nicht nach Hause, obwohl mein Dienst schon vorbei ist. Ein anderer Mann vom Rettungsteam wohnt gleich hier um die Ecke, der kann zuhause auf Einsatz warten.”

Ármann kann sich nicht mal die Zeit im Internet vertreiben, denn die Internetverbindung ist während des Schneesturms zusammengebrochen. “Ich kann nur mit Journalisten schnacken,” lacht er.

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