Umweltminister: Hochlandreservat soll bald geschützt werden Skip to content

Umweltminister: Hochlandreservat soll bald geschützt werden

Der Minister für Fischerei, Landwirtschaft und Umweltbelange, Sigurður Ingi Jóhannsson, kündigte im isländischen Parlament Alþingi letzte Woche an, das Gesetz zur Ausweitung des Naturschutzgebietes Þjórsárver im zentralen Hochland zeitnah zu unterzeichnen.

thjorsarver_psÞjórsárver. Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Sigurður sagte, die Grenzen des Reservates seien unklar gewesen, doch sein Ministerium habe die Grenzen nun definiert, berichtet ruv.is. Ursprünglich hatte die Unterzeichnung bereits im Juni vorgenommen werden sollen, war aber von Sigurður verschoben worden.

„Ich glaube nicht, dass es lange dauert … dann können wir diesen Fall abschließen und feiern, dass ein 40-jähriger Streit um den Schutz des Þjórsárver beigelegt wird,“ kommentierte der Minister.

Seine Rede war eine Antwort auf die Anfrage der Vorsitzenden der Linksgrünen, Katrín Jakobsdóttir, die nach seinen Plänen um das Reservat Þjórsárver gefragt und daran erinnert hatte, dass die Unterzeichnung in letzter Minute verschoben worden sei.

Der Vorsitzende des isländischen Bodenkonservierungvereins, Árni Finnsson, sagte ruv.is, dass sein Verein darüber nachdenkt, den Minister dafür rechtlich zu belangen, dass er gegen den Rahmenplan für Wasser und Geothermalresourcen agiert habe, nach welchem der Staat Regionen, die laut Plan schützenswert sind, auch zu schützen habe.

Árni weist darauf hin, dass das Þjórsárver mit der Norðlingaalda sich in dieser Kategorie der schützenswerten Regionen befinde, doch der Minister habe zweimal in den Medien verlauten lassen, dass er dort gerne das Wasserkraftwerk Norðlingaölduveita bauen lassen würde.

„Er versucht offenbar ein politisches Spielchen, indem er scheinbar das Reservat am Þjórsárver ausdehnt, zur gleichen Zeit aber mit den Plänen zum Bau des Norðlingaölduveita fortfährt und damit das Gesetz verletzt,“ sagte Árni.

Eine weitere Kämpferin für das Fluss Þjórsá ist am 16. September, dem Tag der isländischen Natur, geehrt worden, berichtet ruv.is.

Die ehemalige isländische Präsidentin Vigdís Finnbogadóttir sagte während der Feierstunde, dass sie sich für den Schutz der Wasserfälle an der Þjórsá einsetzen wolle,

„Ich wünsche mir, dass die Wissenschaft einen anderen Weg zur Energiegewinnung finden würde als die Ausbeutung von Wasserfällen, welche unsere natürlichen Schätze sind,“ sagte Vígdís.

Lesen Sie hier mehr über Þjórsárver.

DT

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