Trollmutter empört über amerikanische Vorwürfe Skip to content

Trollmutter empört über amerikanische Vorwürfe

In Amerika wird das Gerücht verbreitet, Trollfrau Grýla, die Mutter der isländischen Weihnachtsjungs Jólasveinar, sei für den Ausbruch des Eyjafjallajökull im April dieses Jahres verantwortlich gewesen.

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Amerikas „feinste“ Nachrichtenquelle „The Onion“ („Die Zwiebel) schreibt:

„Der Ausbruch wurde ursprünglich Elfen der Gattung Huldufólk zugeschrieben, die sich im Winter 2009 über die Sterblichen wegen der Entweihung ihrer Steinbehausungen geärgert haben. Zwar zeigten sich nach der Gabe von Süssigkeiten an die Elfen kleine Lücken in der Asche, die es erlaubten den Flugverkehr kurzfristig wieder aufzunehmen, die Wolke aber als Ganze rührte sich nicht. Erst nachdem Millionen Reisende tagelang auf Flughäfen gestrandet waren, gestanden die Behörden verlegen ein, dass vermutlich doch eine andere Kreatur dafür verantwortlich sei.“

Sogar der 300 Fuss lange Lagarfljót-Wurm sei in Verdacht geraten. Schliesslich aber hätten Forscher den Schluss gezogen, nur Grýla besässe die notwendige Power, eine solche Eruption auszulösen.

Askasleikir, der sechste der Jólasveinar, der seinen Brüdern Thvörusleikir (Kochlöffellecker) und Pottaskefill (Topfschaber) folgte und heute in Reykjavík eintraf, überreichte der Redaktion der Iceland Review ein Schreiben seiner Mutter, in dem sie die „haltlosen Spekulationen“ der amerikanischen Zeitung scharf zurückweist:

„Insbesondere der Vorwurf, ich hätte mich in internationale Angelegenheiten eingemischt, ist empörend. Wenn irgendwelche menschlichen Leitschafe keinen Bock auf das Begräbnis des polnischen Präsidenten oder die Geburtstagsparty der dänischen Königin haben und wenn sich ihre vertrottelten Untertanen zu spät auf die Heimreise machen, weil es auf Malle angeblich schöner ist als in Halle, dann ist das ganz allein ihre Sache. Wenn sie aber meinen, mir oder dem ehrenwerten Vulkangeist des Eyjafjallajökull, der mein Neffe 27sten Grades ist, dafür die Schuld geben zu müssen – dann empfehle ich ihnen, niemals ihren Fuss auf unser Territorium zu setzen. Sie werden es nicht ohne Erschütterung verlassen, dafür verwette ich meine Widdernase.“

Die Redaktionsmitarbeiter versprachen den Brief zu veröffentlichen und luden Askasleikir in ihre Teeküche ein. Hier durfte der Trolljunge die hölzerne Suppenschüssel von Eygló Svala Arnarsdóttir auslecken. Anschliessend widmete er sich seinen bekannten vorweihnachtlichen Aufgaben im Nationalmuseum.

Heute Abend werden wie jedes Jahr die Redaktionstüren nicht abgeschlossen, damit Hurdaskellir, der nach Mitternacht eintrifft, sie zuschlagen kann. Wer die Nacht in der Redaktion verbringen und sich vom Türzuschläger erschrecken lassen muss, wird noch ausgelost.

Klicken Sie hier, dann gelangen Sie zum ersten Teil des diesjährigen Jólasveinar-Berichtes.

Bernhild Vögel

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