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Touristen schwimmen in der Gletscherlagune

Zwei Touristen haben sich vorgestern in der Gletscherlagune Jökulsárlón zum Schwimmen ins eiskalte Wasser gestürzt, der eine von ihnen schwamm relativ weit in die Lagune und kletterte dann auf einen der Eisberge. Dort versuchte ein Bootsführer der Lagunenbootsflotte ihn zu überreden, ins Boot zu steigen, doch der Mann wollte nicht hören und sprang erneut ins Wasser, berichtet mbl.is

Der Eisberg hatte sich derweil immer weiter vom Ufer entfernt. Der Gastwirt an der Lagune sagte mbl.is gegenüber, es habe nicht viel gefehlt und die Aktion wäre böse geendet.

Magnús H. Jó­hanns­son vom Reiseunternehmen Mushark in Hella, der mit einer Gruppe Touristen vor Ort war und auch die Fotos aufnahm, sagte, die beiden Männer hätten zunächst nur kurze Schwimmversuche unternommen. Danach sei der eine noch mal eine längere Strecke geschwommen und sei von der Strömung beträchtlich weit abgetrieben worden. Auch der abgetriebene Eisberg, wo er pausierte und den Bootsführer abwies, habe ihn noch weiter vom Ufer entfernt.

„Da kann alles passieren,“ sagt Magnús. Das Wassersei eiskalt, bei solchen Bedingungen könne ein Mensch nur wenige Minuten schwimmen. „Wenn es schiefgeht, schauen dir 300 Mann beim Ersaufen zu,“ sagte er. Die Leute machten sich offenbar keine Gedanken darüber, wie schwierig es sei, jemanden unter diesen Umständen zu retten, wenn die Eisberge im Wasser dicht beieinander lägen.

In den vergangenen Jahren war es wiederholt zu Zwischenfällen an der Lagune gekommen. Im März waren zwei Männer halbnackt auf dem Eis herumgelaufen, im Jahr 2013 hatten vier Touristen gerettet werden müssen, die auf einem Eisberg festsassen, nachdem dieser sich vom Land losgerissen hatte und auf der Lagune umhertrieb.

update: MBL korrigierte seine Meldung gestern dahingehend, dass der Schwimmer ein Isländer gewesen sei.

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