Tierschutzwidrige Zustände bei Masttieren Skip to content

Tierschutzwidrige Zustände bei Masttieren

Nachdem vor einigen Tagen die Nachricht durch die Medien ging, dass beinahe jede zweite Zuchtsau offene Stellen vom Dauerliegen hat, weil sie trotz des neuen Tierschutzgesetzes immer noch in Liegeboxen gehalten werden, wurde nun Bildmaterial veröffentlicht, welches die viel zu kleinen Boxen zeigt, in denen die Tiere kaum noch aufstehen können.

Das Bildmaterial stammt aus einem Kontrollrundgang aus dem letzten Jahr und wurde gestern in einem Filmbeitrag in den Abendnachrichten auf RÚV gezeigt. „Ganz klar verstößt das gegen das Tierschutzgesetz. Diese Tiere können sich nicht bewegen und nicht ausruhen,“ wird der Tierarzt der Veterinäraufsichtsbehörde zitiert.

Züchternamen werden nicht veröffentlicht, solche Informationen gelten als vertraulich. Die Zustände im Film seien zum Glück nicht üblich, aber sie kämen eben vor.

Der isländische Tierschutzverband bezeichnete die Zustände als gutes Beispiel für industrielle Fleischproduktion, in der das Wohl der Tiere dem Nutzen geopfert werde. Auf seiner Facebookseite warf er der Veterinärausichtsbehörde Tatenlosigkeit und Verschleierung vor.

Auch die Haltungsbedingungen in Rindermastställen und in Geflügelzuchten waren vor kurzem kritisiert worden. Bei den Rindern waren bei Kontrollen schlecht gefütterte Tiere aufgefallen, die in Schmutz und Nässe gehalten werden.

Beim Geflügel war bei Kontrollen im Schlachthaus im letzten Jahr bei jedem fünften Hähnchen Verletzungen und Brandwunden an den Klauen gefunden worden, welche auf Nässe und Überfüllung in der Bodenhaltung zurückzuführen sei, sagte die Amtstierärztin Þóra Jónasdóttir, die ihren Dienst gerade erst angetreten hat.

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