Südislands Bauern sind erschöpft vom Ascheregen Skip to content

Südislands Bauern sind erschöpft vom Ascheregen

Bauern in Südisland, deren Höfe unterhalb des Eyjafjallajökull liegen und die vom heftigen Ascheregen nach dem Vulkanausbruch letzte Woche betroffen sind, fühlen sich erschöpft und müde.

Einer der Höfe, der vom Ascheregen getroffen wurde. Foto: Bjarni Brynjólfsson.

„Über allem liegt ein fauliger Geruch und alles ist von grauem Schmutz bedeckt,“ sagte Berglind Hilmarsdóttir, Bäuerin auf Núpur, dem Fréttabladid.

Gestern klarte das Wetter nach dem Aschefall auf und offenbarte, dass die Landschaft mit einer schwarzen Schicht überdeckt worden ist. Heute setzte in der Region weiterer Ascheregen ein.

Mitglieder der Bergungsteams haben den Bauern geholfen, Pferde und Schafe zusammenzutreiben und sie in die Ställe zu bringen. „Die Pferde sind in erstaunlich gutem Zustand,“ sagte Hilmarsdóttir. Sie ist nach dem Pferdetrieb nun sehr müde.

„Es gibt mir viel Kraft zu spüren, wie hier alle zusammenhalten. Ich bin vor allem um jene Höfe besorgt, die grosse Schäden von Asche und Flut mitbekommen haben,“ sagte sie.

Die Bewohner von Thorvaldseyri am Fuss des Gletschers musste ihren Hof vergangenes Wochenende evakuieren. Ingunn Júlía Ólafsdóttir, die Tochter des Hofbesitzerpaares Ólafur Eggertsson und Gudný Valberg, sagte, die Rückkehr zum Hof am Sonntag sei „ein Schock“ gewesen.

„Aber die Asche schien nicht grossartig in die Gebäude eingedrungen zu sein. Es gab ein bisschen Asche im Kuhstall, aber nicht im Wohnhaus.“ sagte Ólafsdóttir. Der Vulkanausbruch beginne auf das Gemüt der Menschen zu wirken. „Es ist so hart für die Nerven. Meine Eltern sind sehr besorgt. Es hat grossen Schaden gegeben und die Belastung unter der sie stehen, ist riesig.“

Die Bewohner von Ásólfsskáli haben ihren Hof gestern von Asche gesäubert. „Überall Schmutz und Schutt,“ kommentierte Katrín Birna Vidarsdóttir von Ásólfsskáli. „Wir haben alle Wände, Fenster und das Dach unseres Hauses abgespritzt, und auch Schafstall, Kuhstall und die anderen Ställe. Den Tieren scheint es gut zu gehen, aber wir sind sehr sehr müde.“

Heute ist wieder Asche auf Ásólfsskáli gefallen.

Sólveig Ólafsdóttir vom isländischen Roten Kreuz kündigte an, dass Krisenhilfe angeboten würde. „Es gibt Anlass genug dafür. Es ist eine ungeheure Belastung, der die Menschen in Sorge um sich selbst und ihre Tiere ausgesetzt sind, aber auch jene, die in das Gebiet gehen, um bei der Evakuierung und Rettung der Tiere zu helfen. Niemand verlässt dieses Gebiet, ohne dass ihn das berührt. Man ist wie betäubt.“

Lesen Sie hier mehr zum Ausbruch.

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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