Suche nach Skifahrerin am Mýrdalsjökull erschwert Skip to content

Suche nach Skifahrerin am Mýrdalsjökull erschwert

Hótel Breiðdalsvík

Rund 120 Mitglieder der isländischen Björgunarsveit befinden sich seit gestern Abend auf der Suche nach einer Frau, die mit Langlaufskiern um den Mýrdalsjökull in Südisland unterwegs ist. Sie war am Dienstag gut ausgerüstet losgezogen, seit Freitag hatte man jedoch nichts mehr von ihr gehört, berichtet ruv.is. Man hofft dass sie in der Lage war, sich mit einer Schneehöhle zu behelfen.

Der über der Insel tobende Orkan erschwert die Suche. Derzeit warten sechs Schneemobile auf der wegen des Unwetters geschlossenen Ringstrasse zwischen Hvolsvellir und Kirkubæjarklaustri darauf, dass sich der Sturm legt und sie in die Zufahrtswege zum Gletscher fahren können. Drei Fahrzeuge sollen das Fljótshlíð zum Emstrur und nach Hvanngili hinauffahren, sie hatten jedoch umdrehen müssen weil sie nichts mehr sehen konnten. Drei weitere Fahrzeuge sollten östlich des Mýrdalsjökull ins Hochland fahren, auch sie warten unterhalb des Gletschers, wo der Sturm derzeit Spitzengeschwindigkeiten von 60 m/s zeigt. Eine ganze Anzahl von Schneeschlitten wartet ebenfalls auf ihren Einsatz.

Die Frau ist Informationen von ruv.is zufolge Ausländerin, die in Island lebt, Sie ist um die 40, Fotografin und gilt als ausdauernd und hochlanderfahren. Sie war gut ausgerüstet losgezogen und hatte auf ihrer Wanderung Fotos von der Winterlandschaft aufnehmen wollen.

Der Sturm war in der Region des Eyjafjall heute so stark, dass Windschutzscheiben zu Bruch gingen und bei Petursey Fahrzeuge von der Fahrbahn geweht wurden. Ein Traktor, der den Autos zu Hilfe kommen wollte, musste umkehren. Die Windschutzscheibe eines Rettungsfahrzeugs aus Vík zerbrach, und LKWs, die Schneemobile transportierten, sind umgekippt.

update Montag, 23.2. 10.00

Die Frau ist am frühen Morgen unverletzt gefunden worden, berichtet ruv.is. Sie befand sich in der Wanderhütte Hvanngili, wo sie schon angekommen war, bevor das Unwetter losging. Warum das SPOT-Gerät welches sie zur Ortung mit sich führte, kein Signal abgegeben hatte, soll nun untersucht werden.

Ein Mobiltelefon hatte sie nicht eingeschaltet. Mit einer Freundin war vereinbart gewesen, dass das SPOT- Ortungsgerät alle 12 Stunden ein Signal abgibt, und daß nach ihr gesucht werde, wenn dreimal hintereinander kein Signal eingegangen sei.

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