Staudamm verursacht Erosion am Lagarfljót Skip to content

Staudamm verursacht Erosion am Lagarfljót

Die Anwohner am Lagarfljót, einem See im Osten Islands, befürchten eine zunehmende Zerstörung der Uferregion ihres Sees durch die Wassermengen des oberhalb liegenden Staudammes von Kárahnjúkar.

lagarfljot_atlavik_esaLagarfljót. Foto: Eygló Svala Arnarsdóttir/Iceland Review.

Der Vorsitzende der Gemeinde Fljótsdalshérað, Gunnar Jónsson, sagte, nach neusten Wasserstandsmessungen befände sich weitaus mehr Wasser in dem See als nach den Prognosen erwartet. Der Stauwerksbetreiber Landsvirkjun habe sich nie wirklich um die Angelegenheit geschert, berichtet visir.is.

„Der erhöhte Grundwasserspiegel bei Fellabær und bei Hóll im Hjaltastaðaþinghá verursacht eine Erosion an empfindlichen Uferregionen. Die Auswirkungen eines veränderten Wasserpegels können weitergehen, in dem Zusammenhang liegt besonderes Augenmerk auf zerstörten landwirtschaftlichen Flächen und Naturschutzregionen,“ heißt es im Bericht des Gemeinderates.

Die Naturschutzregionen umfassen Inseln und Uferregionen mit mannigfaltigem Vogelleben. Erosion wurde bislang an einer 50 km langen Uferstrecke am Lagarfljót festgestellt, und auch die Zufahrtsstraßen zur Brücke über den Lagarfljót sind beschädigt.

Gunnars Ansicht nach kann die zusätzliche Wassermenge nicht ausschließlich natürliche Ursachen haben, auch wenn Studien dies belegen wollten. Energieerzeugung habe eben mehr Auswirkungen auf Lagarfljót, als ursprünglich erwartet.

„Der Lagarfljót ist radikal verändert worden. Der Wasserpegel ist im Winter nun höher, es gibt mehr Strömungen, und das Wasser aus dem Staudamm ist wärmer. Früher ist der Lagarfljót im Winter immer gefroren gewesen. Bei Nordwind klatschen jetzt die Wellen ans Ufer und reißen Erdreich mit sich,“ beschreibt Gunnar die Lage.

Von Landsvirkjun werden nun Maßnahmen erwartet.

DT

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