Stallbesitzer über neue Grundsteuern geschockt Skip to content

Stallbesitzer über neue Grundsteuern geschockt

Etwa 200 Stallbesitzer waren vorgestern zu einem Treffen des Reitvereins Fákur im Víðidalur in Reykjavík gekommen, um die Entscheidung der Stadtverwaltung zu diskutieren, die Grundsteuern auf Pferdeställe beachtlich anzuheben.

horses-winter-closeup_goIslandpferde. Foto: Geir Ólafsson.

Die Steuer soll von 0,225 auf 1,65 Prozent steigen, was eine jährliche Mehrsumme von etwa 16.000 – 134.000 ISK (99-825 EUR) für einen durchschnittlichen Pferdestall bedeutet, berichtet das Morgunblaðið.

In Reykjavík sind Reitpferde in „Stalldörfern” untergebracht – die Ställe beherbergen zwischen 6 und 15 Pferden und haben kleine Ausläufe vor der Tür. Man kauft oder mietet einen Stall und ist für die Versorgung der Pferde selbst zuständig. Weiden gibt es nicht, Heubeschaffung und -lagerung ist zum Teil mühsam. Die Stalldörfer liegen am Stadtrand und haben Zugang zu mit guten Reitwegen ausgerüsteten Naherholungsgebieten.

Der Vereinsvorsitzende von Fákur, Rúnar Sigurðsson, sagte, die Leute seien verärgert und nannte die ganze Angelegenheit einen Missgriff, weil sich für die Stallbesitzer durch die Steuererhöhung nichts ändere.

„Es ist auch interessant, dass sie die Pferdeställe nun wie Industriegebäude besteuern, obwohl sie sich in Naherholungsgebieten befinden”, sagte Rúnar.

Der Vertreter der Stadtverwaltung beim Treffen, Sigurður Björn Blöndal, sagte, man müsse die Steuer für die Ställe im Rahmen einer grundsätzlichen Grundsteuererhöhung anpassen. Wenn es jedoch einen anderen Weg gebe, wäre man für Gespräche offen.

Die Stallbesitzer wollen nun eine Lösung finden, wenn sie heute einen Vertreter des Innenministeriums treffen. Die Angelegenheit soll am Donnerstag im Stadtrat besprochen werden.

DT

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