Sprengversuch soll Hering verjagen Skip to content

Sprengversuch soll Hering verjagen

Mit Sprengsätzen ist gestern im westisländischen Kolgrafafjörður versucht worden, die Heringsmassen aus dem Fjord zu vertreiben, berichtet visir.is.

herring_kolgrafafj_03_psFoto: Páll Stefánsson / Iceland Review.

Beteiligt an der Aktion waren der isländische Zivilschutz, sowie Vertreter vom Umweltministerium, vom Arbeitsministerium und vom Marineforschungsinstitut, von der Umweltagentur, der Straßenmeisterei, der Küstenwache, der Rettungswacht, sowie vom Landratsamt Snæfellsnes.

Die Bewohner waren von der Aktion im Vorfeld informiert worden. Die Fischerei im Fjord und jeglicher Verkehr auf der alten Straße waren untersagt worden, und auf der Brücke durfte nicht angehalten werden.

Die Methode war in den Medien kritisiert worden, ein auf dv.is veröffentlichtes Video zeigte, welche Auswirkungen eine Unterwassersprengung auf Heringe haben kann. Die Hochschule in Tromsö in Norwegen hatte für das norwegische Marineforschungsinstitut im Jahr 1989 eine Studie erstellt, wonach Hering innerhalb von zwei Tagen nach der Sprengung verendet, auch wenn er vertrieben wird.

Die Studie führte zutage, dass der Hering durch die Druckwelle innere Blutungen erleidet, an denen er zugrunde geht. Dabei spiele keine Rolle, wie weit der Sprengsatz vom Heringsschwarm entfernt sei. In Norwegen sind Unterwassersprengungen im Fischfang seitdem verboten.

Schätzungen zufolge befinden sich 70.000 Tonnen Hering im Fjord, schreibt visir.is.

Auch für heute ist jeglicher Verkehr im Fjord und am Ufer untersagt. Bislang ist noch nicht klar, welche Auswirkungen die Sprengung auf den Hering gehabt hat. Am Vormittag war ein Treffen aller beteiligten Parteien anberaumt worden.

DT

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