Schwefeldioxidbelastung in ganz Island möglich Skip to content

Schwefeldioxidbelastung in ganz Island möglich

Die Schwefeldioxidbelastung ist gestern abend in Reykjahlíð am Mývatn mit 1250 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen worden. Ein dunkler Dunst hatte über der touristisch beliebten Seeregion gelegen, und Anwohner klagten über Atembeschwerden, berichtet ruv.is.

Am Freitagabend hatte sie im ostisländischen Reyðarfjörður fast 4000 Mikrogramm betragen.

Auch heute sollen dank südlicher Winde die hohen Werte im Norden und Osten, vor allem in Mývatnssveit, aber auch in Vopnafjörður und bis nach Djupivogur anhalten. Der Zivilschutz wies die Bewohner von Kopasker an, im Haus zu bleiben und die Heizung hochzudrehen, da eine Gaswolke vom Eruptionsgebiet über dem Norden treibe. Ruv.is zufolge hatte sich das Versenden von Kurzmitteilungen (sms) mit Warnhinweisen in den vergangenen Tagen als nicht zuverlässig herausgestellt.

An der Messstation Grensásvegur in Reykjavík waren am Morgen ebenfalls erhöhte SO2-Werte festgestellt worden. Ein Vertreter der Umweltagentur wollte nicht ausschließen, daß das Schwefeldioxid über den Atlantik in Richtung Süden und Westen getrieben ist.

Falls Sie in Kontakt mit dem Gas gekommen sind oder eine Gaswolke beobachtet haben, können Sie sich mit einer email an die Umweltagentur wenden: [email protected]

Informationen und Warnhinweise zur Gasbelastung werden regelmäßig auf der Wetterseite und der Seite der Umwelltagentur veröffentlicht. Das Amt prüft derzeit, wie weitere Messgeräte in den betroffenen Gebieten aufgestellt werden können.

Ein Erdbeben der Stärke 5,0 ereignete sich heute Morgen gegen acht Uhr. Seit Mitternacht waren 30 Beben automatisch aufgezeichnet worden, berichtet ruv.is Die Caldera der Bárðarbunga ist inzwischen um 23 Meter eingesunken, die abgesackte Kraterfläche beträgt einen halben Quadratkilometer. Hier finden Sie aktuelle Grafiken des Geowissenschaftlichen Instituts.

In diesem link ist ein aktuelles Drohnenflugvideo über die Ausbruchsstelle in der Holuhraun zu sehen.

Die Lava in der Holuhraun ähnele in ihrem Fließen Honig oder Tomatensoße, sagte der Vulkanologe Haraldur Sigurðsson ruv.is gegenüber, der anhand von Daten des Geowissenschaftlichen Instituts sowohl Konsistenz als auch Temperatur der Lava ausgerechnet hat. Kennzeichen solch relativ dünnflüsiger Lava sei das sogenannte Nornenhaar (zu sehen im Video). Nornenhaar, oder im englischen Sprachraum Pele’s Haar ähnelt Steinwolle, doch sind es feine Glasfäden aus Asche, die zu Boden fallen, sich verwinden und vom Wind umhergetrieben werden.

Die Gasbelastung im Eruptionsgebiet ist derzeit so hoch, daß alle Wissenschaftler das Gelände verlassen mussten. Daher liegen keine aktuellen Informationen über Ausbreitung und Aktivität der Lava vor, heißt es im Protokoll der täglichen Sitzung von Wissenschaftsrat und Zivilschutz, dem heute auch Vertreter der Umweltagentur und ein Mediziner beiwohnten.

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