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Rentier-Wanderungen nun im Internet

By Iceland Review

Neuerdings ist es möglich, die Wanderungen der Rentiere auf der Webseite des Ostisländischen Naturzentrums (NA) zu beobachten. 12 weibliche Tieren wurden zu Forschungszwecken mit GPS-Sendern ausgerüstet, die ihre Aufenthaltsorte übermitteln.

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Themenfoto: Páll Stefánsson.

„Damit hat sich für uns eine neue Welt geöffnet: wie sich die Tiere verhalten, welches Land sie beweiden und wohin sie wandern,“ sagte Skarphédinn G. Thórisson, der Leiter des NA-Rentierprojektes mbl.is.

Das 2008 gestartete Projekt ist Thórissons Diplomarbeit an der landwirtschaftlichen Universität von Hvanneyri (AUI).

Im Jahr 2009 erhielten NA und AUI einen Zuschuss von Rannís, dem isländischen Forschungszentrum, um 15 GPS-Sender zu erwerben. 12 davon wurden dann Anfang 2009 auf die ausgewählten Tiere verteilt.

Die Informationen will man dazu nutzen, die Rentierjagd besser zu organisieren – nicht nur dahingehend, wieviele Tiere in welchen Gebieten geschossen werden, sondern auch, wie Landbesitzer finanziell beteiligt werden können.

Die 12 weiblichen Tiere mit den GPS-Sendern gehören zur sogenannten Snaefell-Herde im östlichen Hochland ab dem Fljótsdalur und zur Álftafjördur-Herde aus dem gleichnamigen Fjord und der Umgebung.

Die meisten Sender schweigen jedoch, weil die Batterien nur eine bestimmte Zeit überdauern. „Heute bekommen wir Daten über vier Tiere,“ sagte Thórisson. Er hofft dass die derzeit stummen Sender weiter Informationen übermitteln, die man nach einer Datenrettung auf einen Computer hochladen kann.

Ziel des Projektes ist auch aufzuzeigen, wie Rentiere durch menschlichen Eingriffe wie den Bau von Industrieanlagen beeinflusst werden. Landsvirkjun, das nationale Energieunternehmen, trägt Teile der Forschungskosten. Das Projekt endet 2012.

Auf der Webseite na.is kann man auf die Namen der mit Sender ausgestatteten Rentiere klicken und ihre Wanderungen verfolgen (siehe „Hreindýr med GPS“ auf der rechten Seite, und dann z.B. auf „Ána“ klicken).

Übersetzung: Dagmar Trodler.

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