Radioaktive Substanz gefunden Skip to content

Radioaktive Substanz gefunden

Þorgeir Sigurðsson, Ingenieur beim isländischen Strahlenschutz, ist der Ansicht, dass bei Bohrungen des Energieunternehmens HS Orka im Februar vergangenen Jahres radioaktive Substanzen freigesetzt worden ist. Er hat den Vorfall in diesem Jahr näher untersucht und fand den Verdacht nun im Juni endgültig bestätigt.

Experten bezeichnen den Vorfall als gefahrlos, es brauche eine weitaus größere Menge, um Schaden hervorzurufen, doch wenn die radioaktive Substanz in die Atemwege des Menschen gerät, kann sie gesundheitsschädigend wirken.

Weder von Seiten der HS Orka noch vom isländischen Strahlenschutz war über den Fund öffentlich gesprochen worden. Nach Ansicht von Sprechern der HS Orka sei die Nachricht nicht für die Öffentlichkeit bestimmt, weil die gefundene Menge des radioaktiven Stoffes als für den Menschen nicht schädlich gilt.

Þorgeir ist jedoch anderer Ansicht. Er findet, man habe die Öffentlichkeit früher informieren müssen. Er habe deswegen sogar Druck ausüben müssen. „Das hätte nicht ein ganzes Jahr dauern dürfen, mit nur einem Mann, der vor sich hinforscht, wie ich es war,“ sagte er RÚV gegenüber.

Er wisse nicht, warum beim Strahlenschutz nicht früher davon die Rede gewesen sei. „Ich selbst wollte in 2014 nicht mit Hinz und Kunz darüber sprechen, aber wir wissen doch, um was es da geht. Ich fand, wenn wir es jemandem sagen, dann müssen wir es allen sagen. Das ist doch nicht normal, dass nur einige in der Gesellschaft, Freunde und Anhänger, davon wissen.“

Þorgeir sagt, das wichtigste bei der ganzen Sache sei, dass hier in Island Radioaktivität vorhanden sei, man habe immer geglaubt, sowas gebe es nicht auf der Insel. „Wir stehen bei dieser radioaktiven Substanz vor einem Rätsel. Sie ist ein Tochterstoff von Radin und Radon, welche wir in Island nicht kennen. Wie kann es sein, dass es einen Tochterstoff gibt und wir kennen den Mutterstoff nicht? Da gibt es einiges zu untersuchen und gute Gründe, nachzuschauen, ob wir diese Stoffe auch in anderen Erdwärmekraftwerken oder beispielsweise im Trinkwasser finden.“

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