Projektstop wegen geplanter Energiesteuer Skip to content

Projektstop wegen geplanter Energiesteuer

Die Planungen von sieben ausländischen Projekten in Island sind zum Stillstand gekommen, nachdem die Investoren von den Plänen der Regierung erfahren haben, die Energiepreise zu besteuern. Bei den Projekten ging es um Datenspeicherung und um Aluminiumproduktion.

Ein Kraftwerk auf Island. Foto: Páll Stefánsson.

Erarbeitet worden waren die Projekte von dem isländischen Ingenieurunternehmen Mannvit und seinem Ableger HRV. Der Geschäftsführer von Mannvit, Eyjólfur Árnis Rafnsson, sagte dem Morgunbladid, dass nur wenige Stunden nachdem die Nachricht von der Energiebesteuerung bekannt geworden war, das erste Unternehmen verkündet hatte, seine Pläne auf Eis zu legen.

Rafnsson sagte, dass die Unternehmen nun auf weitere Nachrichten warten. „Wir konkurrieren mit anderen Ländern um Finanzierung und auch um andere Standorte in der Welt, was die Projekte betrifft. Die neue Steuer wird dazu führen, dass die Unternehmen ihre Standortauswahl überdenken.

Rafnsson erklärte, dass die Unternehmen durchaus Verständnis für die Energiesteuer hätten. „Aber natürlich sind sie auch sehr erstaunt, dass da neue Steuern aus dem Nichts auftauchen. Die Tinte auf dem Papier der Vereinbarungen war ja noch nicht einmal getrocknet. Jeder fragt sich nun natürlich, was als nächstes geschehen wird. Investoren suchen vor allem Stabilität.“

Die Projekte befinden sich in unterschiedlichen Stadien, eins davon ist fast beendet. „Es geht um eine höhere Aluminiumproduktion in der Schmelzanlage von Straumsvík. Der Auftrag für den Produktionsstart sollte erteilt werden, wurde aber zurückgestellt und erst mal auf Eis gelegt, obwohl die Vorbereitungen weiterlaufen.“ erklärte Rafnsson.

Die interessierten Unternehmen kommen aus Europa und aus den USA.

Visir.is berichtete vergangene Woche, dass die geplante Energiesteuer den Bau einer Solaranlagenfabrik in Grundartangi im Hvalfjördur verhindern könnte. Die norwegische Firma Elkem Solar hatte sich seit über einem Jahr nach einem geeigneten Platz für ihre Fabrik umgesehen, und Island war eine von drei Optionen gewesen.

„Wenn die Energiesteuerpläne umgesetzt werden, wird es nicht möglich sein, die Fabrik in Island anzusiedeln. Meiner persönlichen Einschätzung nach sind wir damit aus dem Rennen,“ kommentierte Einar Thorsteinsson, der Geschäftsführer von Elkem Iceland.

Das Fréttabladid berichtete Anfang des Monats von der Besorgnis isländischer Gemüsebauern, deren ohnehin schon schwierige Situtaion sich durch die geplante Energiesteuer nur verschlechtern würde.

Klicken Sie hier um mehr darüber zu lesen.

Übersetzt von Dagmar Trodler.

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