Priesterinnen schliessen sich #metoo an Skip to content

Priesterinnen schliessen sich #metoo an

Priesterinnen in Island haben sich der #metoo Bewegung angeschlossen und eine Erklärung zu sexueller Belästigung und Diskriminierung veröffentlicht.

Die Erklärung ist von 65 Frauen unterzeichnet worden, ihr beigefügt ist eine Liste von 64 anonymen Aussagen zu geschlechtsbezogener Gewalt und Diskriminierung.

Die Berichte reichen von unerwünschten Kommentaren bis hin zu sexuellen Übergriffen und Gewalt. Einige sprechen ihre offiziellen wie privaten Versuche an, sich Gehör zu verschaffen oder das Verhalten zu melden, und dass sie kaum oder keine Unterstützung erhalten hätten.

“Frauen in der Priesterschaft leben, genau wie andere Frauen, mit geschlechtsbezogener Gewalt, Belästigung und Diskriminierung an ihren Arbeitsplätzen.” heisst es in der Erklärung.

Auch wenn die isländische Staatskirche “Ziele und Auswege für solche Vorfälle geschaffen hat, so zeigen die Geschichten von Frauen in der Kirche, dass hier noch viel Arbeit getan werden muss, genauso wie überall in der Gesellschaft.”

Die Frauen appellieren an den Bischof von Island, an den Kirchenrat, Priester und kirchliche Gemeinderäte, in der Verbesserung des Arbeitsumfeldes für Frauen in der Kirche zu kooperieren. Die Bischöfin der isländischen Staatskirche, Agnes M. Sigurðardottir, veröffentlichte ein Antwortschreiben auf die #metoo Erklärung der Priesterinnen, in welchem sie ihre Dankbarkeit gegenüber den Frauen ausdrückte, die ihre Erfahrungen mit der Öffentlichkeit teilen. Sie wolle ihr Bestes geben, um “das Arbeitsumfeld von Frauen und Beziehungen zwischen Menschen in der Kirchengemeinschaft zu verbessern.”

In Island haben sich Frauen aus allen Branchen und Lebensbereichen in geschlossenen Facebookgruppen zusammengefunden, um ihre Erfahrungen zu Belästigung und geschlechtsbezogenem Mobbing zu teilen und sich gegenseitig zu unterstützen. Viele Gruppen haben ihre Erfahrungn bereits öffentlich gemacht und unter dem hashtag #metoo Erklärungen an die Medien weitergegeben, darunter das Pflegepersonal, Politikerinnen, Frauen aus Medien und Theater und andere.

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