Offroad-Fahren zerstört die isländische Natur Skip to content

Offroad-Fahren zerstört die isländische Natur

Zunehmendes Offroad-Fahren im Reykjanesfólkvangur in Südwestisland, einem von 96 Naturschutzgebieten in Island, ist ein Problem für die lokalen Behörden geworden. Wiederholt wurde eine kleine Gruppe von Motorradfahrern gesichtet, die das Gelände abseits der Strassen befuhr.

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Empfindliche Natur im isländischen Hochland

„Die Leute, die ich dabei erwische, behaupten oft, sich nicht über die Folgen ihrer Handlung klar gewesen zu sein; andere reagieren mit Beschimpfungen“, berichtete der Ranger Óskar Saevarsson dem Morgunbladid. Täglich müsse er Leute ermahnen.

Die lokalen Polizeibehörden überwachen das Gelände, aber sie können nicht jeden Motorradfahrer verfolgen, da das in dem weitläufigen Gebiet zu viel Zeit kostet.

Oft fahren die Eindringlinge mit Maschinen, die der Polizei nicht zur Verfügung stehen. Skúli Jónsson, stellvertretender Leiter der Polizei in Sudurnes, Südwestisland, sagte, es sei schwer, die Schuldigen zur Rechenschaft zu ziehen, wenn man sie nicht auf frischer Tat ertappe.

Die Umweltschäden durch das Offroad-Fahren sind beträchtlich und die empfindliche Natur braucht lange, um sich zu erholen. Das Umweltministerium stuft in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden Strassen zurück und sperrt Wege, die nicht für den öffentlichen Verkehr gedacht sind.

Im isländischen Naturschutzgesetz ist klar festgelegt, dass das Fahren abseits der Strassen für Kraftfahrzeuge verboten ist; ausgenommen sind Offroad-Fahrten auf Gletschern und auf Schnee ausserhalb von bewohnten Gebieten.

Das Umweltministerium möchte aber auch das Offroad-Fahren auf Eis und Schnee begrenzen oder ganz unterbinden, da auch solche Aktivitäten eine Gefahr für die fraglichen Gebiete darstellen.

Wer beim Offroad-Fahren erwischt wird, kann sich auf eine zweijährige Gefängnisstrafe gefasst machen.

BV

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