Mutter von fünf Kindern überlebt Schweinegrippe und träumt von Aliens Skip to content

Mutter von fünf Kindern überlebt Schweinegrippe und träumt von Aliens

Sigurlína Rósa Kristmundsdóttir, eine vierzigjährige Mutter von fünf Kindern, steckte sich im Oktober 2009 mit dem Virus der Schweinegrippe (H1N1) an. Ihr Zustand war kritisch, sie lag zwei Wochen im Koma und träumte von Aliens.

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Das Krankenhaus ist das weiße Gebäude links. Foto: Dagbjört Oddný Matthíasdóttir.

„Ich dachte, das gibt sich übers Wochenende,” erzählte Kristmundsdóttir visir.is. Sie hatte die Erkrankung auf die leichte Schulter genommen. Eine Woche später weigerte sich ihr 16-jähriger Sohn zur Schule zu gehen, wenn sie nicht den Arzt aufsucht.

„Ich schleppte mich ins Bad. Als ich wieder rauskam, konnte ich kaum noch aufrecht stehen. Ich war schwach und mir war entsetzlich heiß – ich hatte immer die Tür offen, weil ich dachte, es ist zuwenig Sauerstoff in der Wohnung.” beschreibt Kristmundsdóttir ihren Zustand.

Ihre Freundin fuhr sie zum Hausarzt. Der befand ihre Atmung für besorgniserregend und schickte sie weiter ins Krankenhaus.

Kristmundsdóttirs Körpertemperatur lag inzwischen bei 42°C und sie stand kurz vor einem mutiplem Organversagen. Man brachte sie auf die Intensivstation und versetzte sie für zwei Wochen in ein künstliches Koma.

„Ich hab während dieses Komas von Aliens geträumt,” sagte Kristmundsdóttir. Diese zwei Wochen seien trotz Koma ereignisreich gewesen. „Meine Erinnerung daran ist ganz klar. Ich war auf einem großartigen Trip, hab die Welt für mehrere Monate bereist, sogar im Meer. Dort bekämpfte ich Aliens, die am Ende meine Tochter als Geisel nahmen.”

Beim Erwachen aus dem Koma war Kristmundsdóttir sehr schwach. Sie musste wieder laufen lernen und konnte aus keinem Glas mehr trinken. Ihre Rehabiliation dauerte zwei Monate.

Heute, 15 Monate später, machen ihr die kleinsten Dinge immer noch Schwierigkeiten. Sie ist sich nicht sicher, ob sie sich jemals richtig erholen wird. „Die Ärzte können mir nichts sagen.”

Kristmundsdóttir fordert die Leute auf, sich gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Und was hat sie aus ihrer Erkrankung gelernt? „Die Grippe hat meine Haltung zum Leben verändert. Ich lebe jetzt für jeden einzelnen Tag.”

Sie ist dankbar für das gute Gesundheitssstem. „Und natürlich für das wundervolle Pflegepersonal im Krankenhaus, dem selten so gedankt wird, wie sie es verdient hätten.”

Lesen Sie hier mehr über die Schweinegrippe in Island.

DT

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