Mord im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit? Skip to content

Mord im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit?

Nach einem psychiatrischen Gutachten ist der Mann, der beschuldigt wird, am 15. August Hannes Thór Helgason in seinem Haus in Hafnarfjördur ermordet zu haben, nicht zurechnungsfähig. Der Verdächtigte gestand vergangenen Freitag den Mord vor dem Bezirksgericht in Reykjanes.

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Hafnarfjördur. Foto: Páll Kjartansson.

Viele Verwandte des Opfers besuchten die Verhandlung und lauschten der Verlesung der Anklage. Ein dreiundzwanzigjähriger Mann wird beschuldigt, Helgason mit wiederholten Messerstichen in Brust, Rücken, Hals, Gesicht, Arme und Hände getötet zu haben, berichtete visir.is.

„Das Messer durchbohrte das Herz, eine Lunge und eine Niere sowie weitere Organe“, heisst es in der Anklageschrift. Der Staatsanwalt forderte eine Haftstrafe für den Angeklagten oder, falls das nicht möglich sei, Sicherheitsverwahrung in einer geeigneten Einrichtung.

Der Richter wird die Feststellung treffen, ob der Angeklagte zurechnungsfähig war. Die Verteidigerin Gudrún Sesselja Arnardóttir schlug vor, die Öffentlichkeit zum Schutz des Angeklagten und seiner Familie zumindest während der Verlesung der psychiatrischen Gutachten auszuschliessen. Ihre Anfrage wird geprüft.

Die Eltern des Opfers fordern ein Schmerzensgeld von 5 Millionen ISK (32.000 Euro) sowie zusätzlich einen Schadensersatz von 1,3 Millionen für die Begräbniskosten. Der Angeklagte hat den Anspruch der Eltern auf Entschädigung anerkannt, aber die Höhe zurückgewiesen.

Die Verlobte des Opfers, die den Leichnam gefunden hatte, forderte ebenfalls Schmerzensgeld in Höhe von 2,5 Millionen ISK, aber der Angeklagte bestritt ihren Anspruch.

Am Freitag wurde die Anordnung der Untersuchungshaft für den Angeklagten bis zum 17. Dezember verlängert.

Das Beweismaterial der Polizei beinhaltet neben dem Schuhabdruck des Angeklagten am Tatort auch die Videoaufzeichnung einer Überwachungskamera, die zeigt, wie der Angeklagte ein Messer – die vermeintliche Tatwaffe – ins Hafenbecken von Hafnarfjördur warf.

Die Ergebnisse des kürzlich eingetroffenen Berichts über die Analyse der DNA-Spuren, die in Schweden durchgeführt wurde, sind noch nicht bekannt gegeben.

Hier lesen Sie Weiteres zu den polizeilichen Ermittlungen.

Übersetzt und ergänzt von Bernhild Vögel.

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