Merkwürdige Skelettfunde in Ost-Island Skip to content

Merkwürdige Skelettfunde in Ost-Island

Das Skelett eines Menschen, der an Morbus Paget, einer Erkrankung des Skelettsystems, erkrankt war, wurde diese Woche bei einer archäologischen Ausgrabung in Skriduklaustur in Ost-Island entdeckt, wo einst ein Kloster betrieben wurde.

Skriduklaustur. Foto: Geir Ólafsson.

Die Archäologin und Projektleiterin Steinunn Kristjánsdóttir sagte gegenüber Fréttabladid, viele merkwürdige Dinge seien während der Ausgrabungen, die bereits im neunten Sommer in Folge stattfinden, ans Licht gekommen.

„Wir wissen, dass das Kloster in den Jahren 1490 bis 1550 ein Krankenhaus betrieb, was es zum ältesten Krankenhaus Islands macht”, sagte Kristjánsdóttir. „Es war nicht bekannt, dass Klöster solche Einrichtungen betrieben, bis wir 2003 auf die ersten Patientenskelette stiessen.”

Bisher wurden 185 Skelette ausgegraben, doch dieses ist das erste mit dem Befund Morbus Paget. Kristjánsdóttir erklärte, es gäbe bisher nur einen weiteren solchen Fall in Island.

„Wir fanden viele an Syphilis oder Tuberkulose Erkrankte, aber dieses ist anders, denn die Krankheit verursacht Überwucherungen und Verformungen der Knochen,” erläuterte die Archäologin.

Sie sagte, gemessen an der grossen Zahl von Menschen, die sich während der 60-jährigen Betriebszeit im Krankenhaus in Skriduklaustur behandeln liessen, müssen die Patienten aus dem gesamten Land gekommen sein, vielleicht sogar aus dem Ausland.

Übersetzung: Gabriele Schneider.

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