Liste verbotener Hunderassen um drei Rassen erweitert Skip to content
Photo: Cane Corso, Wikimedia.

Liste verbotener Hunderassen um drei Rassen erweitert

Die isländische Liste verbotener Hunderassen soll um vier weitere Rassen erweitert werden, eine entsprechende Vorlage des Landwirtschaftsministeriums liegt seit gestern auf der Plattform samráðsgátt zur öffentlichen Meinungsabgabe vor.
Nicht importiert werden durften bislang Pit Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, Fila Brasileiro, Toso Inu und Dogo Argentino. Hinzukommen sollen nun die Rassen Boerboel, Cane Corso und Presa Canario.

Bei der Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsbehörde MAST waren Importanträge zu solchen Hunden eingegangen, die, so heisst es in der Vorlage, gefährlich werden können, weswegen MAST die Importe bislang abgelehnt habe. Diese Hunderassen seien für Eigenschaften bekannt, die bei der Jagd auf Grosstiere, im Wacheinsatz und beim Hundekampf von Nutzen seien. Aufgrund ihres Charakters und Körperbaus müsse der Hundehalter über besondere Kenntnisse verfügen und im Umgang mit den Hunden äusserste Vorsicht walten lassen, weil sonst die Gefahr bestehe, dass eine aufkommende Aggressivität schwerwiegende Auswirkungen auf Menschen und andere Tiere haben könne.

Die Vorlage hat Kritik geweckt, vor allem beim Verband verantwortungsvoller Hundehalter. Verbandsvorsitzende und Veterinärin Freyka Kristinsdóttir sagte Vísir gegenüber, ein Verbot bestimmter Rassen schaffe falsche Sicherheit und sei eine falsche Herangehensweise. Es bedeute nicht, dass erlaubte Hunderassen gefahrlos seien. “Alle Hunde können beissen, deshalb muss man jeden Hund für sich beurteilen,” sagte Freyja. “In den meisten Fällen beissen Hunde, weil die Leute nicht mit ihnen umgehen können. Wenn sie sich unter bestimmten Umständen unbehaglich fühlen und nicht entkommen können, kann ihr einziger Weg darin liegen, die Zähne zu fletschen und zu beissen.”

Hrund Hólm, die für Import und Export zuständige Veterinärin bei MAST, gab dem Fréttablaðið gegenüber an, rassebezogene Regeln, wie sie in Island Anwendung fänden, seien nicht unumstritten. Da jedoch trotz wiederholter Anmahnung ein umfassendes Gesetz zur Hundehaltung in Island fehle, halte MAST diesen Weg zum jetztigen Zeitpunkt für am besten.

Im Frühjahr hatte der Fall eines Rottweiler die Medien beschäftigt, der in einem Reykjavíker Lokal ein junges Mädchen ins Gesicht gebissen hatte. Der Hund war danach einem Wesenstest unterzogen und nicht eingeschläfert worden, vielmehr hatte der prüfende Tierarzt die Schuld für den Vorfall beim Hundehalter gesehen, der seinen Hund drei Stunden in der lauten Kneipe hatte sitzen lassen.  Das “Röntgen” hatte nach dem Vorfall angekündigt, die Erlaubnis zur Mitführung von Hunden im Lokal zu überdenken.
Wachhunde wie Rottweiler, Dobermann und Schäferhund stehen in Island nicht auf der Liste verbotener Rassen.

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