Leichtsinn soll Busunfall verursacht haben Skip to content

Leichtsinn soll Busunfall verursacht haben

By Iceland Review

Der tschechische Reisebus, der am Samstag in der Hochland-Lagune Blautulón versank, ist laut Vatnajökull Nationalpark-Aufseher Snorri Baldursson leichtsinnig gefahren worden. Er wies die Behauptung des tschechischen Reisebüros Adventura zurück, das Gewicht des Busses sei Schuld am Unfall gewesen.

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Fotos: Sóldís Helga Sigurgeirsdóttir/ICE-SAR.

Der Bus war vorgestern Nachmittag mithilfe eines Seilbaggers und eines Traktors ans Ufer gebracht worden, nachdem zwei Taucher seine Bergung vorbereitet hatten. Sie befestigten Bojen am Fahrzeug, um es einfacher an Land ziehen zu können, berichtet ruv.is.

Baldursson sagte, es gebe Videos von anderen Bussen dieser Art, die sehr leichtsinnig auf isländischen Hochlandstrecken unterwegs seien.

Der Besitzer des Busses, eines Tatra-Trucks, bestritt, dass seine Fahrer leichtsinnig seien, erklärte, sie seien alle ausgebildet und zuverlässig.

Die isländischen Medien fanden die Filme in Verbindung mit Recherchen auf den Internetseiten des Reiseveranstalters, die meisten wurden inzwischen von der Seite entfernt.

Ein Video zeigte ein Fahrzeug, das ausserhalb einer Furt den Fluss Krossá in Thórsmörk zu queren versucht und in einem Loch stecken bleibt, wie ruv.is berichtet.

Im September vergangenen Jahres rammte ein Tatra-Truck einen SUV an einer Kuppe nahe Landmannalaugar im südlichen Hochland.

Der Fahrer des SUV, der als zu hundert Prozent im Recht gilt, sagte, es sei ihm gelungen, sein Leben zu retten, indem er auf einen Hügel abgedreht und auf den Beifahrersitz gesprungen sei, als das andere Fahrzeug in seine Fahrerseite gefahren sei.

Das, was ausländische Reiseveranstalter tun, wird in Island nicht überwacht; Veranstalter aus EWR-Staaten können mit ihrer ausländischen Lizenz Reisen im Land durchführen.

Allerdings würde es die Icelandic Tourist Guide Association gern sehen, wenn es obligatorisch für alle ausländischen Veranstalter wäre, auf allen längeren Touren isländische Reiseleiter an Bord zu haben, vor allem im Hochland und den Nationalparks.

Solche Regelungen sind in anderen Ländern weit verbreitet.

Hier lesen Sie mehr über den Blautulón-Unfall.

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