Lavamenge wie bei einem großen Ausbruch Skip to content

Lavamenge wie bei einem großen Ausbruch

Der Lavaausbruch in der Holuhraun ist ein echter Vulkanausbruch, auch wenn er eher klein ausfällt. Diese Einschätzung gab der Geophysiker Magnús Tumi Guðmundsson ruv.is gegenüber ab. Mit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull sei er nicht vergleichbar, daß es weder Eisschmelze noch daraus resultierende Ascheemission gibt. Doch die ausgestoßene Lavamenge sei vergleichbar und ähnlich groß wie die Wassermenge im benachbarten Gletscherfluß Jökulsá á Fjöllum

Es sei auch schwer zu sagen, ob der Ausbruch eine Auswirkung auf die Askja oder den Gletschervulkan Bárðarbunga hat. Immerhin verlängere sich die lavaspeiende Spalte, heute geschah das nach Norden hin, aber sie könne sich genausogut nach Süden hin zum Bárðarbunga hin verlängern.

Der Ausbruch habe im Hinblick auf die Beeinträchtigung der Natur jedoch die beste Stelle im Land gefunden.

Der Vulkanologe Ármann Höskuldsson hatte den Ausbruch in der Holuhraun mit den Kraflafeuern verglichen. Im Jahr 1975 war am Leirhnjúkur Lava an die Erdoberfläche gelangt, Erdbeben und kleinere Ausbrüche hatten die Region des Vulkans Krafla für fast neun Jahre in Atem gehalten. Auch die letzten Ausbrüche der Askja seien über Monate gegangen. Da die letzte stärkere seismische Aktivität des Bárðarbunga vor dem Zeitalter der Messungen gelegen habe, könne man nicht sagen, wielange die Unruhe in diesem Vulkan andauern werde – neun Monate oder zehn Jahre, schreibt ruv.is.

Am Abend spritzte die Lava unvermittelt bis zu 70 Meter in die Luft. Die Aktivität hatte sich ein wenig nach Norden hin verschoben, berichtet ruv.is, und die Beschaffenheit der Lava ist dicker geworden. 300 bis 400 Kubikmeter pro Sekunde schieben sich über das öde Land – soviel wie der Fluß Ölfusá mit sich führt. Die Bebentätigkeit in der Region ist unverändert.

Die Wissenschaftler hoffen, daß das Wetter ihnen morgen erlaubt, die Holuhraum zu überfliegen.

Wenn Sie auf neuste Fotos nicht warten möchten, können Sie über die Webcam dem Vulkan nahekommen.

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