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Lange Fahrtwege für Schwangere

Schwangere aus ländlichen Gebieten, die kurz vorm Entbindungstermin stehen, sind oft gezwungen, hundert Kilometer und mehr zum nächsten Krankenhaus mit Entbindungsstation zu fahren, berichtet ruv.is.

infant_psFoto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Bei schlechtem Wetter kann das ein handfestes Problem darstellen. Aus Sicherheitsgründen fahren viele lieber ein paar Tage früher und nächtigen bei Verwandten oder in Mietwohnungen. Das belaste Familien und sorgt für Stress, sagt die leitende Hebamme des FSA Krankenhauses in Akrueyri, Ingibjörg Jónsdóttir.

Die Entbindungsstationen und Schwangerendienste in den ländlichen Gegenden Islands sind in den vergangenen Jahren stetig reduziert worden. Die meisten Kinder werden weiterhin im Reykjavíker Landspítali geboren, gefolgt vom FSA in Akureyri.

In beide Krankenhäuser kommen Frauen aus dem ganzen Land zur Geburt. Die weiteste Anfahrt haben Schwangere aus dem nordisländischen Þórshöfn – sie müssen 250 Kilometer bis Akureyri hinter sich bringen, um dann auf die Geburt zu warten, die sich ja nicht immer zum errechneten Termin einstellt.

„Vor allem im Winter verursacht das oft Stress in den Familien,“ findet Ingibjörg. „Gerade die letzten Wochen der Schwangerschaft sollten dem Nestbau gehören, die Schwangere sollte sich entspannen und in Ruhe auf die Geburt vorbereiten können. Stattdessen steht sie vor dem Problem, wo soll ich schlafen, wie soll das zuhause laufen, wer holt die Kinder von der Schule ab, muss mein Mann aufhören zu arbeiten. Das ist eine ziemliche Belastung,“ sagt die Hebamme.

DT

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