Landsvirkjun-Chef: Staudammauswirkungen waren vorher bekannt Skip to content

Landsvirkjun-Chef: Staudammauswirkungen waren vorher bekannt

Die negativen Umweltauswirkungen des Wasserkraftwerkes am Kárahnjúkar auf den ostisländischen See Lagarfljót seien schon vor Baubeginn des Kraftwerkes bekannt gewesen, sagte der Geschäftsführer des nationalen Energieversorgers Landsvirkjun, Hörður Arnarson.

karahnjukar_psDer Staudamm am Kárahnjúkar unter Bau. Foto: Páll Stefánsson/Iceland Review.

Der Bezirksrat der Gemeinde Fljótsdalshérað will Hörður nun zu einem Treffen laden, wo die Zustände am Lagarfljót, sowie mögliche Gegenmaßnahmen diskutiert werden sollen, berichtet ruv.is.

„Es ist unvermeidlich, dass all unsere Vorhaben Auswirkungen auf die Natur haben,“ sagte Hörður. „Es war bekannt, dass die Auswirkungen auf den Lagarfljót negativ sein würden, dass die Jökulsá á Dal jedoch vom Staudamm profitieren würde. Man könnte sagen, dass die Lage dort besser als erwartet ist, jedoch ähnlich wie das, was wir für den Lagarfljót erwartet hatten.“

Ein Teil des Gletscherflusses Jökulsá á Dal, auch bekannt unter den Namen Jökla, entwickelte sich nach Fertigstellung des Staudammes zu einem klaren Fluss und kann als Lachsfanggebiet genutzt werden, schreibt die Webseite angling.is.

Als die Entscheidung für den Staudamm anstand, habe es als vertretbar gegolten, den Lagarfljót zu opfern, sagte Hörður.

Die frühere Umweltministerin Siv Friðleifsdóttir, die im Jahr 2001 die Entscheidung der isländischen Planungsagentur, den umstrittenen Staudamm nicht zu bauen, widerrufen hatte, sagte RÚV, sie habe damals nicht unter politischem Druck gestanden.

Ihre Arbeitsmethoden seien professionell gewesen, fügte Siv hinzu. Es sei klar gewesen, dass der Lagarfljót betroffen sein würde. Die Bauvorhaben seien jedoch so ausgeführt worden, dass die Umweltauswirkungen nicht so gravierend ausfielen, wie von der Planungsagentur erwartet.

Fachleute, die am Freitag einem Treffen des Umwelt- und Kommunikationsgremiums im isländischen Parlament beiwohnten, hatten zu verstehen gegeben, dass die Veränderungen am Lagarfljót irreversibel seien und dass Gegenmaßnahmen nur wenig Wirkung zeigen würden.

„Die Lebensbedingungen am Lagarfljót werden sich nicht verändern. Das ist klar. Es kann jedoch finanziell entschädigt und anderweitig eine Fischpopulation aufgebaut werden,“ sagte Hörður.

Lesen Sie hier mehr zur Lage am Lagarfljót.

DT

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